Gute Zahn­ärzte erkennen

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Ein „guter“ Zahn­arzt sollte sich Zeit nehmen für seine Patienten und natürlich sorgfältig arbeiten. Die folgenden Kriterien helfen dabei, einen geeigneten Arzt zu finden.

Der Patient im Fokus

Öffnungs­zeiten. Sie sollten den Bedürf­nissen der Patienten entgegen­kommen. Besonders für berufs­tätige Patienten ist es wichtig, dass es Termin­angebote am frühen Morgen oder Abend gibt.

Warte­zeit. Patienten sollten nicht lange warten müssen. Wenn es doch mal zwanzig oder dreißig Minuten bis zur Behand­lung dauert, kann dies auch an Notfällen oder unvor­hergesehenen Komplikationen liegen. Die Praxis sollte die Wartenden aber informieren.

Verständliche Sprache. Zahn­arzt und Prophylaxe­assistenten erklären den Patienten die Sach­verhalte in verständlicher Sprache.

Zuwendung. Der Zahn­arzt erklärt Kindern und besonders unsicheren oder ängst­lichen Patienten geduldig jeden geplanten Schritt. Er arbeitet besonders behut­sam und respektiert spezielle Wünsche.

Zeit. Für den Patienten nimmt sich der Zahn­arzt ausreichend Zeit und bespricht Diagnose, Therapie und Alternativen. Dass dies nicht immer der Fall ist, zeigt unser Praxis-Test bei 15 Implantologen.

Vorsorge. Der Zahn­arzt berät über Zahn­gesund­heits­vorsorge und bindet Patienten in die Entscheidungen mit ein. Nach der Behand­lung wissen Patienten, was sie tun müssen, damit die vom Zahn­arzt vorgenommenen Arbeiten lange Wirkung zeigen und halten.

Preise. Sie sind trans­parent und nach­voll­zieh­bar. Alle Kosten – inklusive möglicher Zuzahlung – stehen vor Behand­lungs­beginn weit­gehend fest. Hundert­prozentig geht das meist nicht, da der Zahn­arzt vor Beginn nicht genau sagen kann, welche Maßnahmen nötig werden.

Differenziertes Angebot. Unterschiede in Qualität und Preis sind für Patienten klar nach­voll­zieh­bar.

Umsichtige Vorgehens­weise

Hygiene. Die Praxis sorgt penibel für umfassende Hygiene. Arzt und Personal tragen Mund- und Nasen­schutz, Hand­schuhe sowie gegebenenfalls Arbeits­brillen.

Prophylaxe. Die Praxis bietet professionelle Mund­hygienebe­hand­lungen an.

Zahn­stein. Ihn nur zu entfernen reicht nicht. Die Zähne müssen anschließend auch poliert werden.

Zahn­fleisch­taschen. Der Zahn­arzt nimmt Zahn­fleisch­bluten und zurück­gehendes Zahn­fleisch ernst, misst die Tiefe von Zahn­fleisch­taschen und behandelt sie und andere parodontale Probleme.

Vorbeugen. Der Zahn­arzt sollte primär Zahn­schäden vorbeugen, das heißt auch, dass er eingreifen sollte, bevor absehbare Schäden entstehen. Vorhandene Defekte behandelt er früh­zeitig, um möglichst viel Zahn­substanz zu erhalten.

Spritze. Der Zahn­arzt fragt nach, ob der Patient eine betäubende Spritze haben möchte. Die Behand­lung erfolgt dann über­wiegend schmerz­frei.

Hightech. Neue und teure Geräte und Materialien allein garan­tieren noch keine gute Behand­lung. Wichtiger sind Erfahrung, Sorgfalt und Können des Zahn­arztes.

Tech­nische Arbeiten

Kofferdam. Besonders bei Wurzelbe­hand­lungen und bei Kompositfül­lungen (aus zahn­farbenem Kunststoff) kann der Zahn­arzt mit Kofferdam arbeiten. Das ist ein dünnes Gummi­tuch, das um den Mund gespannt wird und den Arbeits­bereich an den Zähnen trocken hält.

Röntgen­bilder. Es gibt ausreichend Röntgen­bilder vor und nach der Behand­lung. Aber auch nicht zu viele unnötige Doppel­aufnahmen.

Füllungen halten. Neue Füllungen halten sechs bis zehn Jahre oder länger. Wieder­holungs­füllungen inner­halb von zwei oder drei Jahren sind ein eher schlechtes Zeichen. Nach Abschluss der Behand­lung sind zudem keine weiteren Folgebe­hand­lungen nötig.

Pass­form. Füllungen, Inlays, Kronen oder Brücken – egal was, es muss passen. Bei Spannungs­gefühl, Druck oder ähnlichem muss der Zahn­arzt Füllungen und Prothesen anpassen oder austauschen.

Halt­barkeit. Der Zahn­arzt sagt seinen Patienten, wie lange die Versorgung hält oder halten sollte. Er hat aber das Recht, mangelhafte Arbeiten von sich aus kostenlos noch einmal anzu­fertigen, auszutauschen oder sie zu reparieren.

Nach­kontrolle. Damit die Zahnbe­hand­lung dauer­haft erfolg­reich bleibt, bietet der Zahn­arzt eine Nach­kontrolle an. Besonders bei größeren und teuren Behand­lungen wie Implantaten, Brücken oder einer Parodont­alther­apie ist die regel­mäßige Nach­kontrolle unver­zicht­bar. Patienten, die zu Nach­kontrollen kommen, haben in der Regel einen erheblich besseren Zahn­zustand als jene, die dies nicht tun.

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