Beim Zahn­arzt

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Kaum jemand geht gerne zum Zahn­arzt. Trotzdem: Regel­mäßige Besuche sind wichtig. Denn nur so erkennt der Zahn­arzt Erkrankungen von Zähnen oder Zahn­fleisch recht­zeitig. Das verhindert Schmerzen und schont meist auch den Geldbeutel des Patienten. test.de sagt, was vor und während der Behand­lung wichtig ist.

Vor der Behand­lung

Vor einer Behand­lung muss der Zahn­arzt die Kranken­geschichte seines Patienten kennen. Dafür benötigt er alle Angaben zu Krankheiten, Allergien und Medikamenten, die der Patient einnimmt. In den meisten Praxen müssen Patienten daher einen so genannten Anamnesebogen ausfüllen. Jeder sollte dies gewissenhaft tun. Sonst kann es während der Behand­lung zu Komplikationen kommen.

Röntgen

Das Röntgen­bild zeigt die innere Beschaffenheit von Zähnen und Kiefer. Karies wäre für den Zahn­arzt ohne Röntgen­aufnahmen oft nicht sicht­bar. Das gilt insbesondere für Karies in den Zahn­zwischenräumen. Flächen, die von Karies befallen sind, erscheinen auf dem Röntgen­bild dunkler. Die Strahlenbelastung ist heute relativ gering. Bei Einhaltung der Sicher­heits­vorschriften ist das Röntgen ungefähr­lich. Patienten sollten aber immer Bleischürze und Bleikragen tragen. Diese schützen Körperteile, die nicht durch Röntgen untersucht werden sollen, vor Strahlung.
Tipp: Will Ihr Zahn­arzt inner­halb weniger Monate größere Aufnahmen wieder­holen, sollten Sie nach dem Grund fragen. Sinn­voll ist dies nur zum Teil. Etwa, wenn der Arzt den Zustand der Zähne vor und nach einer komplizierten Behand­lung, zum Beispiel nach einer Wurzelbe­hand­lung oder einem Implantat, vergleichen und Ihnen diese Aufnahmen zeigen möchte.

Intraoralkamera

Diese Kameras sind mit einem Bild­schirm verbunden und liefern darüber vergrößerte Aufnahmen des Mundes. Das System eignet sich vor allem zur Dokumentation. Der Zahn­arzt kann dem Patienten so besser zeigen, warum er welchen Zahn wie behandelt. Weniger nützlich sind Intraoralkameras zur Karies­diagnose.

Lokal­anästhesie

Mit einer Lokal­anästhesie kann der Zahn­arzt Schmerzen bei der Behand­lung für eine gewisse Zeit ausschalten. Geht der Arzt vorsichtig vor, kann er die Spritze so setzen, dass die Injektion für den Patienten fast schmerz­frei ist. Im Oberkiefer wirkt die Betäubung meist sehr gut, da der Kiefer eine leicht poröse Knochen­struktur aufweiset und die Wirk­stoffe gut zu den einzelnen Zähnen gelangen. Im Unterkiefer ist der Knochen etwas dichter. Schwere Neben­wirkungen und Vergiftungs­erscheinungen treten nach lokaler Betäubung nur äußerst selten auf. Auch allergische Reaktionen sind sehr selten – voraus­gesetzt der Arzt hat durch den ausgefüllten Anamnesebogen Kennt­nis von möglichen Erkrankungen, Allergien und Medikamenten, die der Patient einnimmt.

Tipp: Der Körper muss Eingriffe an den Zähnen und eine Betäubung erst einmal verarbeiten. Sie sollten daher nach einer schmerzhaften Behand­lung nicht mit dem Auto, Motorrad oder dem Fahr­rad fahren, da Ihre Reaktions­fähig­keit herab­gesetzt sein kann. Das gilt besonders dann, wenn Sie zusätzlich schmerz­stillende Medikamente einge­nommen haben. Durch das herab­gesetzte Schmerz­empfinden sollten Sie zudem vorsichtig mit Kaubewegungen sein. Sie können sich sonst leicht verletzen.

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