Zahn­krankheiten

Karies, Zahn­fleisch­bluten und Parodontitis müssen nicht sein. Sind die Zähne sauber und gepflegt, entstehen diese Erkrankungen erst gar nicht. Deshalb sind auch regel­mäßige Besuche beim Zahn­arzt wichtig: Er kann Schäden an Zähnen und Zahn­fleisch früh­zeitig erkennen. Im Anfangs­stadium lassen sie sich noch mit wenig Aufwand beheben. Wer recht­zeitig zum Arzt geht, spart so vor allem auch Kosten. test.de sagt, was sich hinter den drei am häufigsten auftretenden Zahn­krankheiten verbirgt, woran Sie diese erkennen und was der Zahn­arzt dagegen tun kann.

Zahn­fleisch­entzündung (Gingivitis)

Entstehung. Wenn Zahnbeläge (Plaque) nicht gründlich entfernt werden, kommt das gesunde System im Mund aus dem Gleichgewicht. Zu viele Bakterien müssen bekämpft werden, die normale Infektions­abwehr ist geschwächt. Das Zahn­fleisch schwillt an, ist gerötet und schmerz­empfindlich. Schon beim Zähneputzen mit normalem Druck kommt es zu Blutungen. Wird die Zahn­fleisch­entzündung nicht behandelt, kann sich das Zahn­fleisch vom Zahn lösen und es entsteht eine Zahn­fleisch­tasche. Dort kann sich leicht eine dauer­hafte Entzündung des Zahnhalte­apparates (Parodontitis, siehe unten) entwickeln.

Behand­lung. Auch wenn das Zahn­fleisch blutet, schonende Behand­lung braucht es nicht. Putzen Sie Ihre Zähne dennoch gründlich. Denn es ist nun besonders wichtig, sie von Belägen zu befreien.

Vorbeugung. Eine gründliche Zahn­reinigung – durch den Zahn­arzt und auch zu Hause – sowie eine bewusste Ernährung sind Voraus­setzungen für gesunde Zähne und gesundes Zahn­fleisch.

Zahnbett­entzündung (Parodontitis)

Entstehung. Viele Erwachsene jenseits der 35 leiden an einer leichten oder mittel­schweren Form der Parodontitis. In der Regel verursacht sie zunächst keine Schmerzen und wird von den Betroffenen nicht bemerkt. Wird eine Parodontitis nicht behandelt, löst sich das Zahn­fleisch immer weiter vom Zahnhals. Die entstehenden Zahn­fleisch­taschen sind ideale Nist­plätze für Bakterien, die am Zahn entlang in die Tiefe wandern. Dringen die Bakterien sehr tief ein, können sie sogar die Wurzelhaut, Stützfasern und den Kieferknochen beschädigen. Im schlimmsten Fall verliert der Zahn an Halt und fällt aus.

Behand­lung. Zunächst werden die Zähne mit einer professionellen Zahn­reinigung gesäubert. Anschließend befreit der Zahn­arzt die Zahnwurzeln von harten Belägen. Entzündetes Gewebe schabt er aus den Zahn­fleisch­taschen. Eine so genannte Lappen­operation ist nur an schwer zugäng­lichen Stellen nötig, wie beispiels­weise bei mehr­wurzeligen Backenzähnen. Zum Teil muss auch Zahn­fleisch weggeschnitten oder neu geformt werden. Wenn bereits der Kieferknochen erkrankt ist, baut der Arzt diesen mit einer speziellen Therapie wieder auf.

Vorbeugung. Eine gründliche Zahn­reinigung – durch den Zahn­arzt und auch zu Hause – sowie eine bewusste Ernährung sind Voraus­setzungen für gesunde Zähne und gesundes Zahn­fleisch.

Karies

Entstehung. Bestimmte Bakterien bilden Säuren, die die Zahnhart­substanz (Schmelz) auflösen. Allerdings müssen genügend Bakterien vorhanden sein und mit der richtigen „Nahrung“ – in diesem Fall Zucker und andere Kohlenhydrate – versorgt werden. Zudem benötigen die Bakterien genügend Zeit, um die zerstörenden Säuren zu bilden. Karies entsteht oft unbe­merkt und bevor­zugt an Orten, die schwer zu reinigen sind und an denen sich daher Beläge sammeln können. Zahn­zwischenräume, Rillen auf der Kauf­läche und Flächen dicht am Zahn­fleisch­rand sind am häufigsten betroffen. Auch an den Zahnhälsen tritt häufig Karies auf, da diese nicht vom schützenden Schmelz umgeben sind.

Behand­lung. Karies muss vom Zahn­arzt behandelt werden. Nur winzige, durch Karies verursachte Zerstörungen am Zahn heilen von selbst. Dem Zahn­arzt bleibt oft nur das von vielen Patienten gefürchtete Bohren. Anschließend verschließt er die Bohr­stelle im Zahn mit einer speziellen Füllung.

Vorbeugung. Wichtigste Maßnahmen: Regel­mäßige Zahn­arzt­besuche und gründliches Zähneputzen. Zweimal im Jahr sollten Sie zusätzlich beim Zahn­arzt eine professionelle Zahn­reinigung durch­führen lassen. Auch eine zahn­freundliche, ausgewogene Ernährung – vor allem ein spar­samer Umgang mit Zucker – wirkt vorbeugend.

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