Die Zahn­pflege

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Gesunde Zähne werden nicht nur vererbt. Jeder kann durch richtige Reinigung, Zahn­pflege und gesunde Ernährung erheblich dazu beitragen, dass sie lange erhalten bleiben. Entscheidend sind Hilfs­mittel wie geeignete Zahnpasta und Zahnbürste und das tägliche Säubern mit Zahnseide. Aber auch die richtige Putz­technik: Denn durch über­mäßiges oder zu starkes Putzen können Zähne und Zahn­fleisch geschädigt werden. test.de gibt eine Anleitung, wie Sie Ihre Zähne richtig säubern und pflegen.

Richtige Pflege braucht Disziplin

Sind die Zähne sauber, kann auf ihnen keine Karies entstehen. Selbst Parodontitis, also eine Zahnbett­entzündung, hat bei gründlicher Pflege kaum eine Chance. Doch die sorgfältige Zahnreinigung erfordert Disziplin:

  • Regel­mäßig pflegen. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich, am besten nach den Mahl­zeiten. Die Putzdauer sollte jeweils mindestens zwei Minuten betragen. Warten Sie etwa eine halbe Stunde mit dem Putzen, wenn Sie säurehaltige Lebens­mittel verzehrt haben, wie beispiels­weise Obst, Saft, Wein oder Früchtetee. Sie beschädigen sonst den Zahn­schmelz.
  • Putz­hilfen benutzen. Zusätzlich sollten Sie einmal pro Tag Zahnseide oder Interdentalbürst­chen verwenden zum Test von Zahnseide und Co. Der Grund: Die Zahnbürste kommt nicht in alle Zahn­zwischenräume. Genau dort entstehen aber viele Zahn­erkrankungen, etwa Karies. Ziel ist es, mit Zahnseide oder Interdentalbürst­chen nicht nur Essens­reste zu entfernen, sondern vor allem Zahnbelag, die Plaque, zu beseitigen. Lassen Sie sich die Hand­habung von Ihrem Zahn­arzt zeigen.
  • Die richtige Bürste wählen. Sie sollten eine weiche oder mittel­harte Bürste zum Putzen verwenden. Der Bürs­tenkopf sollte möglichst klein sein – so ist er im Mund beweglicher, lässt sich besser drehen und wenden. Erneuern Sie Ihre Zahnbürste etwa alle drei Monate. Zahn­ärzte empfehlen häufig elektrische Zahnbürsten. Sie reinigen meist effektiv und schonend und sind bequem zu bedienen. Im Produktfinder Elektrische Zahnbürsten finden Sie Test­ergeb­nisse zu 34 Modellen (23 für Erwachsene, 11 für Kinder). Und es zeigt sich: Gut reinigende elektrische Zahnbürsten müssen nicht einmal teuer sein.
  • Die richtige Technik. Putzen Sie jeden einzelnen Zahn mit kreisenden und rüttelnden Bewegungen. Keinesfalls sollten Sie in horizon­taler Richtung hin- und herschrubben. Das kann Zahn­fleisch und Zahnhälse schädigen und die Reinigung ist weniger effektiv.
  • Nicht zu viel Kraft. Drücken Sie Ihre Zahnbürste auf eine Küchen- oder Briefwaage, wenn Sie testen wollen, wie kraft­voll Sie putzen. Stärker als 150 Gramm darf der Druck nicht sein.
  • Die beste Zahnpasta. Benutzen Sie fluoridhaltige Zahnpasten. Wenn Sie freiliegende Zahnhälse haben, empfiehlt sich eine Zahnpasta mit nied­rigem Abrieb. Die Stiftung Warentest prüft Zahnpasten regel­mäßig. Im Produktfinder Zahnpasten finden Sie Test­ergeb­nisse zu 92 Zahnpasten für Erwachsene. Gute Zahnpasten für den Nach­wuchs zeigt unser Test von Kinder- und Junior-Zahnpasten. Die Unter­suchungen zeigen: Eine gute Zahn­creme muss nicht teuer sein.
  • Kontrolle beim Zahn­arzt. Gehen Sie zweimal jähr­lich zum Zahn­arzt und zusätzlich zur professionellen Zahn­reinigung. Wie oft der Groß­putz statt­finden sollte, richtet sich nach dem individuellen Zustand von Mund und Zähnen, vor allem aber nach dem Risiko für Karies und Parodontitis. Als Richt­wert empfiehlt die Bundes­zahn­ärztekammer pro Halb­jahr eine professionelle Reinigung.
  • Gesund essen. Auch eine gesunde Ernährung und möglichst wenig Süßig­keiten sorgen für gesunde Zähne. Rohkost und Voll­korn­produkte sind empfehlens­wert, weil sie gut gekaut werden müssen. Dabei bildet sich im Mund mehr Speichel – er schützt, härtet und repariert die Zähne. Zudem schleift harte und faserreiche Kost beim Kauen Beläge von den Zahn­oberflächen. Auch Milch, Käse, fetter Seefisch, Obst und Gemüse unterstützen die Zahn­gesundheit. Sie enthalten Vitamine und Mineralien, die Zahn­fleisch und Zähne stärken und schützen. Außerdem enthalten sie Fluorid, das die Zähne härtet und remi­neralisiert. Der größte Feind der Zähne ist dagegen der Zucker. Im Mund vorhandene Bakterien bauen ihn zu Säuren ab, die dem Zahn­schmelz wichtige Mineralien wie Kalzium und Phosphat entziehen. Zucker begüns­tigt zudem, dass sich bakterielle Zahnbeläge (Plaque) an den Zähnen fest­setzen. So kann schnell Karies entstehen.

Die Pflege nicht über­treiben

Doch auch zu viel – und vor allem falsche Pflege – kann die Zähne eher schädigen als gesund erhalten. Das geschieht, wenn die Zähne mit einer falschen Putz­technik und zu kräftig geschrubbt werden. Die Folge: Kleine Stich- und Schürfwunden am Zahn­fleisch. Dieses kann sich dann entzünden und sogar zurück­ziehen. Das ist gefähr­lich, denn am Zahnhals fehlt der schützende Zahn­schmelz. Mögliche Folgen: Erhöhte Schmerz­empfindlich­keit, Zahnhals­karies und sogar Verlust der betroffenen Zähne.

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