Der richtige Schreibtisch

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Rechnen, Schreiben, Zeichnen, Lesen: Schul­kinder müssen viele verschiedene Tätig­keiten erledigen – und brauchen Platz für Haus­aufgaben. An einem guten Schreibtisch macht das Lernen mehr Spaß. Schüler, die angenehm sitzen, arbeiten konzentrierter und entspannt. Kindgerecht müssen die Möbel sein, verstell­bar, praktisch und halt­bar.

Zappeln erlaubt

Still­sitzen war gestern, heute ist Zappeln erlaubt. Schüler, die sich bei der Arbeit am Schreibtisch bewegen, arbeiten entspannter – sagen Ärzte und Psycho­logen. Sie empfehlen, die Sitz­position regel­mäßig zu verändern: Kinder sollten mal aufrecht, mal zurück­gelehnt und mal nach vorne gebeugt sitzen. Dyna­misches Sitzen fördert auch die Konzentration. Moderne Schreibtische und Stühle unterstützen das. Sie ermöglichen verschiedene Sitz­positionen. Außerdem wachsen die Möbel mit dem Kind. Die Tisch­platten lassen sich neigen und in der Höhe verstellen. Auch die Stühle sollten verstell­bar sein und den Rücken in verschiedenen Positionen stützen. Starre Möbel dagegen sind ungesund. Das gilt vor allem für zu hohe Tische und Stühle. Kinder, die sich beim Lernen stre­cken müssen, verkrampfen schnell.

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Die Grafik zeigt, wie Ihr Kind richtig sitzt.

Tipps rund um das Thema Schreibtisch

  • Auf Zuwachs. Schon Grund­schüler sitzen oft vor dem PC. Damit das Kind genügend Abstand zum Monitor hat, sollte der Schreibtisch mindestens 80 Zenti­meter tief sein oder sich durch Anbauten erweitern lassen. Wichtig ist dabei, dass sich die ganze oder geteilte Tisch­platte noch geneigt benutzen lässt. Nach­kauf­möglich­keiten bereits beim Kauf klären oder beim Hersteller erfragen.
  • Entspannt sitzen. Um Fehlhaltungen und Verspannungen zu vermeiden, müssen Tisch und Stuhl zum Kind passen. Stellen Sie zuerst den Stuhl (höhen­verstell­bar mit neig­barer Rückenlehne) auf die richtige Höhe ein: Die Sitz­fläche soll in Kniehöhe sein, nicht in den Kniekehlen drücken, die Füße sollen flach auf dem Boden stehen, Ober- und Unterschenkel einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Dann erst den Tisch einstellen: Das Kind soll die Ober­arme locker hängen lassen und die Unter­arme so anwinkeln, dass Ober- und Unter­arme einen Winkel von 90 Grad oder mehr bilden. Einstel­lungen ein- bis zweimal im Jahr korrigieren.
  • Zwischen­durch bewegen. Sitzen belastet den Rücken. Deshalb häufig zwischen vorderer, aufrechter und zurück­gelehnter Sitzhaltung wechseln. „Sitz still“ war gestern, heute soll das Sitzen dyna­misch sein nach dem Motto „Beweg dich beim Sitzen!“. Also auch ruhig mal zwischen­durch aufstehen und herum­gehen.
  • Immer gerade­aus. Am Computer soll das Kind direkt auf den Monitor sehen können, mit Blick leicht nach unten, weder seitlich noch nach oben. Das entlastet Hals und Nacken. Achten Sie auf blend­freie Sicht und ausreichend Hand­ablage (10 bis 15 Zenti­meter) vor der Tastatur.

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