Schul­kosten absetzen: Was das Finanz­amt anerkennt

Ob Oma, Opa oder Au-pair: Das Finanz­amt berück­sichtigt nachgewiesene Aufwendungen für die Betreuung eines Schulkinds. Auch Privatschul­kosten sind von der Steuer absetz­bar.

Zuschuss zur Kinder­betreuung

Alle Eltern können für jedes Kind unter 14 Jahren 6 000 Euro Betreuungs­kosten für das vergangene Jahr abrechnen – und zwar unabhängig von ihrer beruflichen Situation. Von ihren Kosten zählen zwei Drittel als Sonder­ausgaben, maximal 4 000 Euro im Jahr. Das Finanz­amt berück­sichtigt aber nur Ausgaben für die Betreuung, nicht für die Verpflegung des Kindes. Eltern, die eine Kinder­frau oder eine Au-pair-Kraft beschäftigen, können zusätzlich erstattete Fahrt­kosten und den Wert für Kost und Logis als Betreuungs­kosten absetzen.

Tipp: Prüfen Sie, ob für die andere Hälfte der Abzug für haus­halts­nahe Dienst­leistungen infrage kommt, wenn das Finanz­amt nur die Hälfte Ihrer Kosten anerkennt.

Auch Oma, Opa und Tante brauchen Belege

Betreuen Oma, Opa oder Tante Kinder gegen Geld, sollten Eltern dafür Über­weisungen, Rechnungen und Arbeits­verträge parat haben. Das Finanz­amt muss ihre Kosten abhaken, wenn sie die Betreuung der Kinder mit den Verwandten wie unter Fremden üblich schriftlich vereinbart haben. Erstatten Eltern nur die Fahrt­kosten zum Betreuungs­ort, zählen diese mit (Finanzge­richt Baden-Württem­berg, Az. 4 K 3278/11). Aber aufgepasst: Im Gegen­zug müssen die verwandten Betreuer ihre Einnahmen beim Finanz­amt versteuern.

Kosten für Privatschulen

Für Schulgeld an einer Privatschule sind für jedes Kind 30 Prozent der Kosten absetz­bar, maximal aber 5 000 Euro im Jahr pro Kind.

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