Neue Gerichts­urteile stärken die Kunden der Sparkasse Ulm. Die Bank liegt seit 2013 im Streit mit Sparern, die vor Jahren den Spar­vertrag „Scala“ abge­schlossen haben. Die Kunden können bei Lauf­zeiten von bis zu 25 Jahren ihre monatliche Sparrate bis auf 2 500 Euro aufstocken und zusätzlich zum varia­blen Grund­zins Bonuszinsen von bis zu 3,5 Prozent im Jahr kassieren. Diese Regelung ist für die Kunden in der derzeitigen Nied­rigzins­phase sehr günstig. Die Sparkasse hatte versucht, Kunden aus diesen Verträgen zu drängen. Mehrere Kunden klagten. Das Land­gericht Ulm entschied zugunsten der Kunden:

  • Die Verträge dürfen nicht von Seiten der Sparkasse gekündigt werden.
  • Die Sparer dürfen ihre monatliche Sparrate, wie in der Werbung versprochen, zwischen 25 und 2 500 Euro variieren.
  • Die Bank muss den Grund­zins neu berechnen. Das könnte Sparern sogar zu Nach­zahlungen verhelfen.

Die Sparkasse Ulm hat Berufung beim Ober­landes­gericht einge­legt.

Tipp: Sind Sie betroffen und haben nicht geklagt, warten Sie das Verfahren ab. Lassen Sie sich nicht von einer Bank aus einem gut verzinsten Vertrag drängen.

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