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Ticket ungültig? Nach verfallenem Hinflug ­berechnet die Lufthansa den Rückflugpreis neu.

Die Lufthansa erklärt auch weiterhin Tickets von Passagieren, die eine Teilstrecke ihres Flugs verfallen lassen, für ungültig. Dabei wurde ihr das schon vor einigen Monaten vom Amtsgericht Köln untersagt (Az. 117 C 269/04). Für den Restflug berechnet sie dann einen neuen, meist höheren Preis.

Betroffen sind beispielsweise die Reisenden, die zwei günstige Hin-und-Rückflug-Tickets jeweils über ein Wochenende anstatt eines teureren Normaltickets kaufen. Die überflüssigen Teilflüge lassen sie verfallen.

Ein Lufthansa-Passagier hatte geklagt, nachdem ihm die Fluggesellschaft nach verfallenem Hinflug den Restflug zum ursprünglichen Preis verweigert hatte.

Das Amtsgericht gab ihm Recht: Ein Flugreisender ist nicht verpflichtet, einen gebuchten Flug auch anzutreten. Die Klausel der Lufthansa-Bedingungen, nach der in solchen Fällen der gesamte Flugschein ungültig ist, sei eine unangemessene Benachteiligung des Kunden und damit unzulässig.

Auch würden Fluggesellschaften Überbuchungen bewusst in Kauf nehmen, weil Flüge häufig storniert und umgebucht werden. Die Lufthansa hält allerdings an der umstrittenen Klausel fest. Betroffene sollten sich jedoch wehren: Sie haben Aussicht auf Erfolg, wie das Kölner Urteil zeigt.

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