Volles Risiko und volle Chance

Anleger, die ohne Risikoschutz in einen Aktienfondssparplan einzahlen, haben die größten Renditeaussichten, aber auch das höchste Risiko.

Ein Fondssparplan hat gegenüber einem Banksparplan zahlreiche Vorteile: Seine Renditeaussichten sind höher und der Anleger ist mit dem Fondssparplan flexibler: Er kann ihn zum Beispiel für einige Monate aussetzen. Außerdem darf er die Rate beliebig senken oder erhöhen. Ein Ausstieg ist jederzeit möglich.

Trotz dieser Vorzüge sollten Aktienfondssparer genauso regelmäßig sparen wie bei einem Banksparplan. Denn damit befolgen sie automatisch eine wichtige Börsenregel: „Handeln Sie antizyklisch.“ Zahlt der Sparer regelmäßig den gleichen Betrag in den Sparplan, kauft er viele Fondsanteile, wenn die Kurse niedrig sind, und wenig, wenn die Kurse hoch sind.

Doch trotz gleichmäßiger Ratenzahlungen hängt seine Gesamtrendite am Ende des Sparplans auch von der zeitlichen Abfolge der Börsenphasen ab: Ist der Anteilspreis am Anfang nämlich hoch und sinkt er womöglich im Sparplanverlauf, verliert der Anleger Geld. Startet der Fondssparer dagegen, wenn an der Börse die Kurse unten sind, kann er seine Fondsanteile günstig einkaufen und profitiert, wenn die Kurse steigen.

Fondssparer sollten deswegen beim Ausstieg flexibel sein, um Verluste notfalls aussitzen zu können.

Anleger, die die gesamte Spardauer in Aktienfonds sparen, haben am Ende die besten Renditeaussichten. Doch der Renditeunterschied zu Anlegern, die sich für unsere Absicherungsstrategie entschieden haben, sinkt mit der Spardauer.

Fondsanleger, die zehn Jahre lang gespart und ihr Depot gegen Verluste abgesichert haben, erhalten im Durchschnitt schließlich 8,8 Prozent weniger Geld als diejenigen, die nur in Fonds investiert haben. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren beträgt der Endvermögensnachteil nur noch 2,3 Prozent.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3704 Nutzer finden das hilfreich.