Sie sind zwar sicherer als Aktien oder Fonds, bieten dafür aber auch geringere Renditechancen: Banksparpläne. Doch wer Banksparpläne und Aktienfonds kombiniert, muss nicht auf die Gewinnchancen der Börse verzichten. Je nach Risikobereitschaft gibt es unterschiedliche Strategien, mit denen sich mögliche Verluste an den Finanzmärkten begrenzen lassen. So erhalten Sparer am Ende ihrer Laufzeit zumindest das eingezahlte Kapital zurück. Finanztest sagt, wie die unterschiedlichen Strategien funktionieren, für wen diese am besten geeignet sind, und worauf Anleger achten sollten.

Kalkulierbar und flexibel

Anleger erhalten bei Banksparplänen entweder feste oder variable Zinsen auf ihre Sparraten. Mit festen Zinsen können sie genau vorhersagen, welche Sparsumme ihnen am Ende der Laufzeit zusteht. Doch auch mit flexiblen Zinsen lässt sich die Summe gut kalkulieren. Allerdings verwirren viele Banken und Sparkassen ihre Kunden mit zusätzlichen Bonus- und Prämiensystemen. Davon sollten sich Anleger aber nicht beeindrucken lassen: Wichtig für die Auswahl eines geeigneten Sparplans ist vor allem die Rendite. Wer allerdings flexibel bleiben möchte, sollte neben der Rendite auch auf die Verfügbarkeit der Sparsumme achten. Generell gilt: Je höher die Rendite des Sparplans, desto länger muss der Sparer sein Geld festlegen.

Höhere Gewinnchancen

Um die Renditechancen zu erhöhen können Sparer einen Teil der Sparrate in Aktienfonds anlegen. Aufgrund der breiten Risikostreuung sind europäische und internationale Aktienfonds besonders geeignet. Das Gute: Verluste sind ausgeschlossen, wenn Anleger nur so viel in den Fonds investieren, wie der Sparplan während der Sparzeit an Zinsen bringt. Das Risiko, dass Anleger eingehen: Wenn der Aktienfonds schlecht läuft, ist die Rendite des Kombiproduktes geringer als die des reinen Banksparplans.

Umschichten bei Risiko

Noch höhere Renditechancen erhalten Anleger, wenn sie die Sparraten vollständig in einen Aktienfonds investieren. Das Risiko kann minimiert werden, wenn Anleger für ihren Sparplan eine Laufzeit festlegen und bei einer kritischen Verlusthöhe ihr Geld einfach in festverzinsliche Wertpapiere umschichten, etwa in Sparbriefe oder Bundesanleihen. Durch die dann anfallenden Zinsen können Anleger meist ihr eingesetztes Kapital wieder erreichen - allerdings müssen sie bis zum Ende der gesamten Sparzeit investiert bleiben.

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