Ein Sparplan mit Bundesschatzbriefen des Typs B hätte in den vergangenen 30 Jahren mehr erwirtschaftet als ein durchschnittlicher Euro-Rentenfonds. Das geht aus einer Studie des Informationsdienstes für Bundeswertpapiere hervor. Auch bei einem Anlagezeitraum von 10 oder 20 Jahren liegen die Bundesschätze über dem Durchschnitt.

Dennoch kein Grund, der Fondsanlage völlig den Rücken zu kehren. Aus der Studie geht nämlich auch hervor, dass mit den besten Rentenfonds stets noch höhere Renditen möglich sind. Das gründliche Studium des Finanztest-Dauertests lohnt also auch bei dieser Anlageform.

Sparpläne mit Bundesschatzbriefen kann man über die Bundesschuldenverwaltung (BSV) kaufen. Die Verwahrung ist kostenlos. Bisher muss der Sparer noch einen Dauerauftrag über mindestens 105 Mark einrichten. Ab Herbst soll auch der direkte Bankeinzug des Sparbetrages möglich sein.

Nachteile des Schatzbriefsparens: Das angesparte Kapital kann nicht, wie bei Rentenfonds, von einem Tag auf den anderen lockergemacht werden. Normalerweise lassen sich pro Monat nur 10.000 Mark kündigen, bei gemeinsamen Verträgen für Ehepaare das Doppelte. Nach einigen Jahren kommen dazu aber stets Beträge aus laufender Fälligkeit. So könnte man sich nach 30 Jahren rund 20.000 Mark auf einen Schlag auszahlen lassen. Durch die Ansammlung der Zinsen (Typ B) können bei Fälligkeit zudem Probleme mit den Sparerfreibeträgen entstehen - was sich bei Sparplänen aber nicht so gravierend auswirkt wie bei der Einmalanlage.

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