Das Bundesfinanzministerium (BMF) ist strenger als der Bundesfinanzhof: Das Gericht hatte entschieden, dass Zinsen für ein Darlehen auch dann Werbungskosten sein können, wenn der Vertrag zivilrechtlich unwirksam ist. Das BMF schreibt jetzt, dass die Finanzämter das Urteil nicht anwenden sollen.

Eine Großmutter hatte sich von ihren minderjährigen Enkeln Geld für den Bau von Mietshäusern geliehen. Der Vater der Kinder unterzeichnete als gesetzlicher Vertreter die Darlehensverträge. Nach dem Gesetz hätte sie aber ein Ergänzungspfleger genehmigen müssen. Das holten die Beteiligten später nach. Das Finanzamt erkannte die Darlehenszinsen nur für die Zeit danach an, der ­Bundesfinanzhof dagegen war weniger streng (BMF-Schreiben: IV B 2 - S 2144/0).

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