Ein Anleger muss ein Darlehen der Sparkasse Rhein Neckar Nord (früher Mannheim) für ein Dresdner Hotel-Apartment in Höhe von 128 000 Euro nicht zurückzahlen. Der von der Treuhänderin, der Kölner CBS Steuerberatungsgesellschaft mbH, für ihn geschlossene Kreditvertrag sei unwirksam (Az. 11 U 62/03, Revision nicht zugelassen), urteilte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden. Die Sparkasse habe keine Ansprüche gegen den Mann.

Die Bank hatte die Kreditsumme auf Weisung der CBS an die Bauträgerin und Verkäuferin der Wohnung, die ROB Freie Wohn- und Hausbau GmbH & Co. KG (ROB) in Heidelberg überwiesen. Doch die Vollmacht, die der Anleger der CBS für alle Verträge erteilt hatte, verstoße gegen das Rechtsberatungsgesetz und sei nichtig, urteilte das OLG. Die CBS habe keine Erlaubnis zur Rechtsberatung gehabt.

Weder Sparkasse noch Bauträgerin oder Treuhänderin könnten sich auf die Vollmacht berufen. Sie alle seien sich einig gewesen und hätten an der unzulässigen Rechtsbesorgung mitgewirkt, urteilte das OLG.

Der Sparkasse droht nach Einschätzung des Heidelberger Rechtsanwalts Matthias Nittel eine Flut von Klagen geschädigter Anleger des Boarding House Hotels Dresden.

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