Spargeld im Ausland Test

Internetplatt­formen wie Welt­sparen und Savedo vermitteln Sparern Zins­angebote. Mitunter sind das sehr verlockende Angebote ausländischer Banken. Finanztest zeigt, wie die Platt­formen funk­tionieren und sagt klar und deutlich, welche Spar­angebote aus­ländischer Banken zu meiden sind – weil sie nicht sicher genug sind.

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TestSpargeld im AuslandFinanztest 09/2015
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Die Grund­idee der Portale ist gut

Die Idee der Vermitt­lerplatt­formen ist im Grunde gut: Warum sollen nicht auch Verbraucher aus Deutsch­land bequem Zugang zu Spar­angeboten ausländischer Banken bekommen? Der Finanztest-Check zeigt: Wer bei einem solchen Portal mitmachen will, muss lediglich einmal seine Identität nach­weisen und ein Verrechnungs­konto bei einer deutschen Part­nerbank des Portals zu eröffnen. Dann kann er kostenlos über die mit der Platt­form zusammen­arbeitenden Bank bei allen angebotenen Kredit­instituten sparen.

Würden Sie Ihr Geld einer grie­chischen Bank geben?

Allerdings: In welchem Land ist das Spargeld auch wirk­lich sicher? Würden Sie Ihr Erspartes derzeit zum Beispiel einer grie­chischen Bank anver­trauen? Wohl kaum. Wahr­scheinlich pfeifen Sie auf Spitzenzinsen für Ihr Erspartes von jähr­lich 1,75 Prozent, die Ihnen die deutsche Nieder­lassung der Piraeus Bank aktuell anbietet. Dass auch in Griechen­land der Staat im Bank­pleitenfall für bis zu 100 000 Euro pro Sparer und Bank einspringen will, wird Sie wohl kaum umstimmen. Hat die Einlagensicherung Griechen­lands in so einem Fall auch wirk­lich genug Geld, um alle Sparer zu entschädigen?

Nicht alle Einlagensicherungs­töpfe sind gut gefüllt

Die Experten von Finanztest teilen diese Zweifel und sind auch bei anderen EU-Ländern skeptisch, etwa bei Bulgarien oder Portugal. Denn beide Länder sind von der Finanz­krise stark gebeutelt und ihre Wirt­schaft läuft schwach. Angebote von Banken aus diesen Ländern fehlen deshalb in den regel­mäßigen Zins­tests der Stiftung Warentest. Zur Bewertung ausländischer Spar­angebote haben sich die Experten von Finanztest neben der nationalen Einlagensicherung auch die Wirt­schafts­kraft der einzelnen Länder genau angeschaut. Nur wenn die drei größten Rating­agenturen Fitch, Moody’s und Stan­dard & Poor’s ein Land mit einer der zwei Topnoten von AAA oder AA ausstatten, kann ein ausländisches Spar­angebot über­haupt in einem der Zinstests der Stiftung Warentest auftauchen.

Beim manchen Angeboten lauern Fall­stricke

Welche Spar­angebote von ausländischen Banken Finanztest für nicht sicher genug hält, erfahren Anleger in einer Rating­tabelle, die die Wirt­schafts­kraft der Länder benotet. Außerdem erklären die Finanztest-Experten, wo die Fall­stricke lauern, wenn man sein Geld bei einer ausländischen Bank anlegen will:

  • Quellen­steuer. Bei vielen Auslands­banken ohne deutsche Nieder­lassung wird auf Zins­zahlungen eine Quellen­steuer erhoben. Finanztest erklärt anhand einer Tabelle, wie man diese Steuer je nach Land vermeiden oder wenigsten vermindern kann.
  • Kein Zinseszins. Manche Banken, deren Angebote über die Platt­formen vermittelt werden, zahlen keinen Zinseszins für mehr­jähriges Fest­geld. Finanztest zeigt, wo die Rendite geschmälert ist.
  • Auszahlung. Bei manchen Angeboten wird der gesamte Zins für eine mehr­jährige Anlage erst zum Laufzeit­ende in einer Summe ausgezahlt – und ist steuer­pflichtig. Hier droht die Über­schreitung der Sparerpausch­beträge.

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