Weiß, grün, lila und wild

Unter der Erde ist jeder Spargel weiß. Sobald die Köpfe ans Sonnenlicht ragen, verfärben sie sich lila. Wenn die Stangen ganz heraus wachsen, werden sie grün. Die Spargelfarbe ist also keine Frage der Sorte, sondern von Anbau und Ernte.

Weißer Spargel

Spargel Special

Die Bundes­bürger verzehren über­wiegend weißen Spargel. Die Stangen wachsen unter­irdisch in Wällen und werden gestochen, sobald ihre Köpfe die Erde leicht anheben und Risse entstehen. Wichtig: Die Köpfe dürfen nicht ans Licht kommen. Weißer Spargel schmeckt recht mild und sehr leicht bitter.

Grüner Spargel

Spargel Special

Der grüne Spargel beherrscht zwar den Spargel­welt­markt, doch in Deutsch­land liegt sein Anteil nur im einstel­ligen Bereich. Grüner Spargel wächst über­irdisch auf ebenem Boden. Er lässt sich leichter ernten als der weiße Spargel. Unter Sonnenlicht bildet der grüne Spargel zusätzlich den Farb­stoff Chlorophyll und reichlich Vitamin C. Ansonsten liefert er so viel gesunde Nähr­stoffe wie weißer Spargel. Die Stangen schme­cken herz­haft-würzig. Grüner Spargel muss nicht voll­ständig geschält werden, meist nur das untere Drittel.

Lila Spargel

Spargel Special

Die Ernte von lila Spargel beginnt, wenn seine Köpfe bereits einige Zenti­meter aus der Erde schauen. Der Spargel hat sich dann unter dem Einfluss von Sonnenlicht lila, aber noch nicht grün gefärbt. In Deutsch­land zählt lila Spargel zu den Exoten, in Frank­reich schwören Fein­schmecker auf seine intensi­veren und bitteren Noten.

Wilder Spargel

Spargel Special

Wilder Spargel stammt vorwiegend aus Mittel­meerländern wie Kroatien und Südfrank­reich. Er hat einen traubenförmigen Kopf und ist zwar grün, aber dünner als der gezüchtete grüne Spargel. Wilder Spargel gilt als besonders würzig.

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