Finanztest:

Nein. Die Fondszinsen sind Jahr für Jahr steuerpflichtig ­ auch wenn sie im Fonds bleiben. Sie müssen sie immer dann in der Steuererklärung angeben, wenn in einem Jahr Ihre Kapitaleinnahmen insgesamt höher sind als der Freibetrag für Sparer von 3 100 (Ehepaare: 6 200) Mark im Jahr.

Wenn Sie Ihre Luxemburger Fondsanteile später über eine Bank in Deutschland verkaufen, wird diese Ihnen dennoch für die seit 1994 angesammelten Zinsen 30 Prozent Zinsabschlag abziehen, wenn Sie keinen Freistellungsauftrag erteilt haben.

Doch das Geld können Sie sich wieder holen: Haben Sie all Ihre Kapitalerträge in der Vergangenheit bereits beim Finanzamt versteuert oder lagen sie immer unter dem Freibetrag für Sparer, schreibt Ihnen Ihr Finanzbeamter den Zinsabschlag wieder gut. Sie müssen Ihre Kapitalerträge samt Zinsabschlag im Rückgabejahr nur in der Einkommensteuererklärung angeben. Die Höhe bescheinigt Ihnen das zuständige Kreditinstitut.

Tipp:

Heben Sie Steuerbescheinigungen auch für Jahre auf, in denen Ihre Kapitalerträge nicht höher als die Freibeträge für Sparer waren. So können Sie später beweisen, dass Sie dem Finanzamt nichts mehr schulden.

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