Tipps

  • Freistellungsauftrag. Bis zum Ende des Jahres müssen Sie Ihre Freistellungsaufträge bei Banken oder depotführenden Instituten in Deutschland anpassen. Singles erhalten ab 2007 inklusive Werbungskostenpauschale nur noch 801 Euro steuerfrei, Ehepaare nur noch 1 602 Euro. Wer aber über die Grenze kommt und vergisst, seine Freistellungsaufträge zu ändern, gerät automatisch ins Fahndungsraster der Finanzbehörden. Wenn Sie Ihr Geld nur bei einer Bank angelegt und dort den maximal möglichen Betrag freigestellt haben, müssen sie nicht aktiv werden. Die Bank reduziert den Freibetrag automatisch.
  • Ehepaare. Verheiratete müssen ihre Freistellungsaufträge zusammen ändern. Frischvermählte müssen ab dem Tag ihrer Hochzeit gemeinsam neue Freistellungsaufträge erteilen. Sie dürfen dann nur Zinsen und Dividenden bis zu dem Teil des Freibetrags steuerfrei stellen, den Sie im Hochzeitsjahr vor der Heirat noch nicht ausgeschöpft haben.
  • Formalitäten. Ihren Freistellungsauftrag müssen Sie auf dem amtlichen Vordruck Ihrer Bank ändern. Sie können ihn per Fax der Bank übermitteln oder am PC ausfüllen und mit Pin/Tan-Signatur online senden.
  • Zinsabschlagsteuer. Hat Ihre Bank von Ihren Kapitalerträgen über dem Freibetrag Zinsabschlag- oder Kapitalertragsteuer abgezogen, geben Sie diese Vorauszahlung in Ihrer Steuererklärung an. Das Finanzamt rechnet sie dann auf Ihre persönliche Einkommensteuerschuld an.
  • Werbungskosten. Ohne Nachweis erkennt das Finanzamt 51 Euro (Ehepaare 102 Euro) Werbungskosten im Zusammenhang mit steuerpflichtigen Kapitalerträgen an. Haben Sie höhere Kosten etwa für eine Vermögensverwaltung, wirkt sich das steuermindernd aus, wenn Sie den Sparer­freibetrag ausgeschöpft haben oder wenn Ihre Werbungskosten insgesamt die Kapitalerträge übersteigen.
  • Nichtveranlagungsbescheinigung. Liegen Ihre gesamten Einnahmen unter 9 121 Euro (2007: 8 501 Euro) im Jahr müssen keine Steuern gezahlt werden. Dafür beantragt der Sparer eine Nicht­veran­lagungs­be­scheini­gung (Vordruck NV 1 A), die das Finanzamt maximal für drei Jahre ausstellt. Diese Bescheinigung gibt es auch für Ihre Kinder.
  • Vermögensübertrag. Wenn Eltern dem Nachwuchs Vermögensanteile überschreiben, können aber volljährige Kinder frei über das Geld verfügen. Vor dem Notar können vorsichtige Eltern festlegen, wofür das Geld verwendet werden darf. Allerdings verlangt der Notar Gebühren, die von der Höhe des übertragenen Vermögens abhängen.

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