Aktienfonds: Hohe Renditeaussichten mit Aktienfonds

Risiko: Aktien? Schon beim bloßen Gedanken daran legt sich den meisten Großeltern die Stirn in Falten. Das ist aber gar nicht nötig: Wer Geld für die Enkel anlegt, spart langfristig. Und da gibt es kaum etwas Renditeträchtigeres. Wer wenig Risiko eingehen will, wählt Indexfonds. Sie bilden einen Index nach, zum Beispiel den Dax, in dem die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften notiert sind. Wo der Dax gerade steht, das bringen Fernsehnachrichten und Zeitung täglich.

Rendite: Weil nur der Index nachgebildet wird, braucht der Fonds nicht den teuren Aufwand, mit dem aktiv gemanagte Fonds versuchen, die aussichtsreichsten Firmen herauszufiltern. Daher fallen kaum Kosten an. Dennoch bringen Indexfonds mehr Rendite als die meisten aktiv gemanagten Fonds. Wir empfehlen Sparpläne auf breitgestreute Indizes, am besten auf den weltweiten oder den europäischen Aktienmarkt. Das sind zum Beispiel der MSCI-Welt, der MSCI-Europa oder der DJ-Stoxx 600.

Konto: Falls die eigene Hausbank keine Sparpläne auf Indexfonds bietet, sollten Kunden ein Depot bei einer Internet-Direktbank wie comdirect, ING-Diba oder DAB-Bank eröffnen. Dort ist die Depotführung oft gratis. Einige Banken nehmen aber hohe Gebühren. Bei der Commerzbank-Tochter comdirect kostet zum Beispiel jede Einzahlung 2,50 Euro. Bei 25 Euro monatlicher Sparrate sind das 10 Prozent, bei 100 Euro Sparrate immer noch 2,5 Prozent. Günstiger ist es, einmal vierteljährlich 300 Euro zu überweisen. Cortal Consors und die Sparkassen-Direktbank sbroker nehmen eine prozentuale Gebühr von 2 und 2,5 Prozent. Da ist das Sparen auch mit Raten von nur 25 oder 50 Euro interessant. So können Oma und Opa ihre 100 Euro sogar auf mehrere Fonds verteilen.

Alternative: Einige aktiv gemanagte Fonds schneiden besser ab als ihr Index. Solche Fonds gibt es auch bei der Hausbank. Manche Internetbanken bieten sogar zahlreiche Fonds gebührenfrei oder mit Rabatt auf die Kauf­kosten an. Die besten dieser Fonds stehen jeden Monat in Finanztest.

Ausstieg: Der Einstiegstermin ist bei einem Fondssparplan nicht so wichtig. Gerade zu Anfang haben schlechte Kurse den Vorteil, dass die Fondsanteile billig sind. Viel wichtiger ist der Ausstieg. Wer ausgerechnet im Börsencrash aussteigt, verliert einen Teil der Kursgewinne. Deshalb sollten Oma und Opa im letzten Viertel des Sparzeitraums ab und zu in der Zeitung nach dem Index sehen. Wenn sie das zusammen mit dem Enkel tun, lernt er Basiswissen übers Sparen – das wird ihm bei seiner Altersvorsorge helfen.

Abwarten: Passieren kann meist nicht allzu viel. Wurde der richtige Ausstiegstermin verpasst, reicht es oft, ein paar Jahre zu warten, bis sich die Kurse erholt haben.

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