Ausbildungsversicherung: Teuer und unflexibel

Garantie: Eigentlich ist die Ausbildungsversicherung genau das, was Oma und Opa wollen: Wenn der Enkel 20 Jahre alt ist, wird garantiert Geld ausgezahlt – sogar wenn die Großeltern vorher sterben und gar nichts weiter einzahlen können. Nur leider: Diese Sparform ist besonders teuer und unflexibel.

Kosten: Sie ist eine Mischung aus Sparen und Versichern. Es handelt sich um eine Kapitallebensversicherung. Und solche Policen sind umso teurer, je älter der Kunde ist. Ein großer Teil der monatlichen Sparrate fließt in die Risikovorsorge. Ein weiterer Teil geht für die Abschlusskosten drauf, zum Beispiel als Honorar an den Vermittler. Hinzu kommen Verwaltungs- und andere Kosten. Nur der Rest wird angespart.

Überschüsse: Derzeit garantieren die Gesellschaften nur 2,25 Prozent, und das auch nur auf den Teil der Monatsrate, der tatsächlich angespart wird. Bezogen auf den Gesamtbeitrag ist es deutlich weniger. Hinzu kommen zwar Überschüsse – das aber nur, wenn die Versicherer solche Überschüsse auch erwirtschaften. Damit werben sie zwar, versprechen tut das jedoch niemand.

Unflexibel: Weil die Abschlusskosten gleich zu Beginn der Laufzeit anfallen, erhalten Kunden, die vorzeitig kündigen, nur wenig wieder heraus. Ausbildungsversicherungen sind daher eine sehr unflexible Sparform.

Vorteil: Sterben die Großeltern während der Vertragsdauer, übernimmt der Versicherer die Beitragsleistung und zum vereinbarten Schlussalter wird das Geld ausgezahlt.

Erbe: Infrage kommen solche Verträge für Großeltern, die – aus welchem Grund auch immer – fast sicher sind, dass sie das Ende der Vertragslaufzeit nicht erleben. Doch für die ist es vielleicht besser, dem Enkelkind ein Erbteil einzuräumen.

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