Sparen für Kinder

Vor diesen Geld­anlagen warnt die Stiftung Warentest

Mit emotionaler Werbung versuchen Anbieter, Angehörige für „Kinder­produkte“ zu begeistern. Doch Vorsicht: Oft sind die Anlagen zu teuer.

Sparen für Kinder Testergebnisse für 19 Wert­papierdepots für Min­derjäh­rige 10/2021

Inhalt

Ökoworld Rock‘n‘Roll-Fonds

„Love, Peace, Performance“, so wirbt der Rock‘n‘Roll-Fonds Eltern und Groß­eltern, die für Kinder ökologisch und sozial anlegen wollen, etwa in Kinder­gärten und Studenten­wohn­heimen. Klingt sympathisch, ist aber ziemlich teuer. Denn der Fonds hat hohe laufende Kosten von jähr­lich 2,38 Prozent und kassiert zusätzlich eine Erfolgs­gebühr. 2020 betrug sie 1,54 Prozent des Fonds­volumens. Nach­haltig anlegende ETF-Fonds auf einen Welt­aktien­index sind mit laufenden Kosten von zirka 0,25 % deutlich güns­tiger, legen aber in der Titel­auswahl andere Schwer­punkte.

Oskar

Bei Oskar, einer digitalen Vermögens­verwaltung aus Karls­ruhe, die für Kinder welt­weit anlegende Einmal­anlagen oder ETF-Sparpläne anbietet, stört uns die Service­gebühr. Sie beträgt 1 Prozent für Anla­gebeträge bis 10 000 Euro pro Jahr.

Gold­sparplan

Mit dem Kinder­sparplan „Goldi“ oder dem „Goldi-Gold­aufbauplan“ sollen Eltern und Verwandte für Kinder ein Vermögen ansparen. Möglich sei das schon ab einer Sparrate von 15 Euro im Monat. Für den Sparplan „Goldi“ legt die Noble Metal Factory aus Schwarz­heide das Geld in Gold, Silber, Palladium und Platin an, der Aufbauplan setzt ausschließ­lich auf Gold. Die Kosten für die Sparpläne sind hoch. Neben einer Vertriebs­provision von mindestens 5 Prozent erhebt der Anbieter einen hohen Kauf­preis­aufschlag auf den Börsen­preis. Er betrug am 21. September 2020 beim Aufbauplan über 6 Prozent, für die Edel­metalle beim Kinder­sparplan „Goldi“ war er sogar noch höher. Das ist aus unserer Sicht unseriös.

Sparen für Kinder Testergebnisse für 19 Wert­papierdepots für Min­derjäh­rige 10/2021

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Profilbild Stiftung_Warentest am 21.02.2022 um 11:45 Uhr
So haben wir getestet

@Lara0599: Eltern, die einen ETF-Sparplan fürs Kind suchen, können sich mithilfe der Sortierfunktion in der interaktiven Tabelle mehrere günstige Anbieter für Sparpläne zwischen 1€ und 50 € / Monat anzeigen lassen und im zweiten Schritt schauen, welche marktbreiten Akten-ETF Welt / nachhaltige Aktien-ETF Welt es dort gibt.
Viel komplizierter muss man die Auswahl eigentliche gar nicht gestalten. Mit den Tipps aus dem Text dürfte die Auswahl eines geeigneten Depots fürs Kind gelingen.
Wichtig: "So haben wir getestet" finden alle unsere Leserinnen vor einem Kauf eine Beschreibung dazu, was getestet wird.

Lara0599 am 19.02.2022 um 11:55 Uhr
Nepp jetzt auch von Stiftung Warentest

Hallo,
ich hätte mir von dem beworbenen Artikel deutlich mehr als eine Auflistung von Kosten eines Depots erwartet.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.10.2021 um 13:10 Uhr
bisschen ungewohnt und irreführend?

@Neetz: Leider gibt es "die schlanke Lösung" nicht. Je nachdem, wieviel Zeit man zum Sparen hat und welches Sparziel verfolgt wird, welches Risiko man eingehen will, wieviel Geld zur Verfügung steht und welche Vorlieben man z.B. bei der Wahl des Vertragspartners hat, eignen sich ganz unterschiedliche Produkte. Unser Artikel bietet einen Überblick über die am Markt befindlichen Angebote und nennt die Vor- und Nachteile sowie die Risiken. Sie können (und müssen) dann -anhand unserer Informationen über gute ETF, preiswerte Depots und gute Festgeldangebote- am Ende selbst entscheiden, welche Anlageform für Ihre Pläne am besten geeignet ist. Das macht Mühe, lohnt aber am Ende. Letztlich wird die Anlage Sie bzw. Ihre Kinder für viele Jahre begleiten.

Neetz am 28.10.2021 um 11:23 Uhr
bisschen ungewohnt und daher irreführend

ich wollte einfach schlank einer Empfehlung folgend entscheiden. Der "Test" hier ist doch nicht mehr als eine Auflistung der jeweiligen Rahmendaten, ohne jede Bewertung. Was soll das denn?

LottaMotta am 22.07.2021 um 08:00 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Kommentar hat nichts mit dem Thema zu tun