Finger weg! Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe taugen nicht zum Sparen für Kinder, sind unflexibel, mit hohen Kosten verbunden und oft ohne jede Rendite. Viel besser sind Spar­konten, Einmal­anlagen und ETF-Sparpläne.

Welche Geld­anlage ist die beste fürs Kind? Worauf müssen Eltern, Groß­eltern und Paten achten, wenn sie für den Nach­wuchs sparen? Die Finanz­experten der Stiftung Warentest haben den Markt gesichtet und stellen Geld­anlagen vor, die auf den Namen von Minderjäh­rigen abschließ­bar sind: ETF-Einmal­anlagen, ETF-Sparpläne, Fest­geld­anlagen, Bank­sparpläne. Außerdem erklären sie, welche Regeln fürs Sparen auf den Namen des Kindes gelten.

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TestSparen für Kinder16.10.2020
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Unser Top-Tipp für Kinder: Aktienfonds

Ist das Kind noch klein und die Zeit noch lang bis zum Führer­schein, der Ausbildung oder dem Auslands­auf­enthalt, dann lohnt sich Aktiensparen am meisten. Aktienfonds bieten die besten Rendite­chancen, bergen allerdings auch die höchsten Risiken. Doch über die Jahre lassen sich Kurs­schwankungen aussitzen. Wer länger als zehn Jahre sparen kann, nimmt einen ETF-Sparplan. Für fünf bis zehn Jahre eignen sich Fest­zins­anlagen.

Das bietet der Test „Sparen für Kinder“ der Stiftung Warentest

Sparen mit Aktien-ETF. Unsere Tabellen zeigen, bei welchen Banken man Depots für Minderjäh­rige eröffnen kann, welche ETF sich dort besparen lassen und wie viel das kostet.

Zins­sparen. Wir nennen die besten Angebote für fünf­jähriges und für zehnjäh­riges Fest­geld. Außerdem zeigen wir, welche Banken Giro­konten für Minderjäh­rige anbieten und wie viel Zinsen sie dafür zahlen.

Tipps und Hintergrund. Wir erklären welche Rechte und Pflichten Eltern haben, wenn sie Geld auf den Namen des Kindes anlegen, was sie zur Konto­eröff­nung mitbringen müssen, welche Steu­erspar­möglich­keiten es gibt und was sie beachten müssen, um den Anspruch auf Ausbildungs­förderung und kostenlose Kranken­versicherung nicht zu gefährden. Wir zeigen, welche Anlageformen unge­eignet sind, und erläutern, wann es besser sein kann, die Geld­anlage im eigenen Namen abzu­schließen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zu den Testbe­richten aus Finanztest 11/2020 und 10/2019.

Nicht empfehlens­wert: Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe

Ausbildungs­versicherungen und Kinder­schutz­briefe eignen sich nicht zum Sparen für Kinder, denn sie sind unflexibel, mit hohen Kosten verbunden und werfen wenig bis gar keine Rendite ab. Auch eigens für Kinder entwickelte Produkte haben oft viel zu hohe Kosten. Viel besser: Aktien-ETF oder ETF-Sparpläne, die direkt bei Banken abge­schlossen werden. Sie sind flexibel, kostengünstig und bequem. Einmal abge­schlossen, kann man sie über viele Jahre einfach laufen lassen. Für Eltern und Verwandte, die beim Sparen für Kinder keinerlei Risiko eingehen wollen, empfehlen wir Festgeld-Angebote oder Banksparpläne.

Das Geld gehört dem Kind

Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind. Die Eltern verwalten es zwar, für sich selbst nutzen dürfen sie es jedoch nicht. Sobald das Kind 18 wird, kann es mit dem Geld machen, was es will. Die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr.

Steuern sparen

Wer Geld auf den Namen eines Kindes anlegt, kann dessen höheren Frei­betrag nutzen, um selbst Steuern zu sparen. Zurück­holen geht allerdings nicht. Außerdem müssen Eltern darauf achten, dass ab bestimmten Beträgen das Kind nicht mehr kostenlos in der Kranken­versicherung der Familie mitversichert werden kann.

Nutzer­kommentare, die vor dem 13. Oktober 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung zum selben Thema.

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