Sparen für Kinder Warum sich Anlegen für den Nach­wuchs gerade jetzt lohnt

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Sparen für Kinder - Warum sich Anlegen für den Nach­wuchs gerade jetzt lohnt
Geld­anlage für Kinder. Wer für seinen Nach­wuchs spart, sollte die Rendite im Blick haben. © Getty Images / Stone RF

Es ist die Frage, die sich die meisten Eltern irgend­wann stellen: Was ist die beste Geld­anlage für Kinder? Die Experten von Finanztest empfehlen eine einfache Mischung.

Sparen für Kinder Testergebnisse für 19 Wert­papierdepots für Min­derjäh­rige

Inflation, Rezession, Klima, Krieg: Momentan weiß niemand so recht, wohin die Reise geht. Und da soll man lang­fristig für seine Kinder Geld anlegen? Und wenn ja, in welcher Form denn bitte schön: Ausbildungs­versicherung, Sparplan, Fest­geld, Kinder­depot? Unser Test zeigt: Eigentlich ist es babyleicht.

Wir erklären, bei welcher Geld­anlage das Sparen wirk­lich lohnt – und wie auch Verwandte und Freunde mitsparen können. Und wir sagen, wovon man die Finger lassen sollte, wenn man lang­fristig ein Vermögen aufbauen will, das dem Kind im Erwachsenen­alter zur Verfügung steht.

Sparen für Kinder: Warum sich unser Vergleich für Sie lohnt

  • Die beste Geld­anlage für Sie. Die Tabellen der Stiftung Warentest zeigen, bei welchen Banken Depots für Minderjäh­rige besonders attraktiv sind, welche ETF sich besparen lassen und wo es die höchsten Zinsen für fünf­jähriges und zehnjäh­riges Fest­geld gibt.
  • Hintergrund und Einordnung. Wir sagen, wie Sie am besten für Ihr Kind sparen. Sie lesen, was von Kombipolicen und Gold-Sparplänen zu halten ist und warum die richtige Mischung aus Sicherheit und Risiko bei der Geld­anlage am meisten Erfolg verspricht.
  • Tipps und Tricks. Sie erfahren, welche steuerlichen Vorteile es mit sich bringt, wenn Sie Geld auf den Namen des Kindes anlegen – und was Sie zur Konto­eröff­nung mitbringen müssen, um den Anspruch auf Bafög und kostenlose Kranken­versicherung nicht zu gefährden.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 11/2022.

Sparen für Kinder Testergebnisse für 19 Wert­papierdepots für Min­derjäh­rige

Sparen fürs Kind: Die richtige Geld­anlage

Ausbildungs­versicherungen, Robo-Advisors, Gold-Sparpläne: Die Finanz­industrie lässt sich immer wieder neue Produkte einfallen, um an das Geld der Anleger zu kommen. Nicht immer ist das in deren Interesse. Wir ordnen die verschiedenen Angebote ein und erläutern, warum sich die Finanztest-Anla­gestrategie (Pantoffel-Portfolio) gerade auch beim Sparen für Kinder empfiehlt. Sie erfahren, warum kostenlose ETF-Sparpläne, die sich direkt bei Banken abschließen lassen, so flexibel und bequem sind. Und was Sie beim Anlegen eines Kinder­depots beachten müssen. Für Eltern und Verwandte, die beim Sparen für Kinder bis 18 keinerlei Risiko eingehen wollen, kommt auch Fest­geld in Frage. Wenn Sie diesen Test frei­schalten, finden Sie eine Tabelle mit 19 Fest­geld-Angeboten für Minderjäh­rige (Stand: 26. September 2022).

Tipp: Die Angebote werden derzeit immer rent­abler. Daher lohnt sich auch ein Blick in unseren Festgeld-Zinsvergleich (kosten­pflichtig), den wir laufend aktualisieren. Er zeigt Fest­geld­angebote mit Lauf­zeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren. Mit einem Klick finden Sie heraus, welche Angebote für Minderjäh­rige verfügbar sind.

Das Geld gehört dem Kind

Geld­anlage für Kinder unterliegt gewissen Regeln. Die wichtigste: Geld, das auf den Namen des Kindes angelegt ist, gehört dem Kind! Die Eltern verwalten es zwar, für sich selbst nutzen dürfen sie es jedoch nicht – dafür sparen sie Steuern. Sobald das Kind 18 wird, kann es mit dem Geld machen, was es will. Die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr.

Kinder­depots im Vergleich

Wer sich für eine Mischung aus Fest­geld und ETF (Fonds) entscheidet, kanns sich freuen: Die meisten der 19 Banken in unserer Unter­suchung, die Wert­papierdepots für Minderjäh­rige anbieten, berechnen dafür nichts. Wer regel­mäßig Geld anlegt, muss allerdings bei ETF-Sparplänen mit Kauf­gebühren rechnen, die für unseren Modell­fall – monatliche Sparrate 50 Euro – je nach Anbieter zwischen 1,20 und 33 Euro jähr­lich liegen. Es geht aber auch ohne: Bei drei Anbietern im Test wird weder ein Depot­preis noch ein Trans­aktions­entgelt berechnet. Unser Sparplan-Finder zeigt, bei welchem Anbieter Sie welche ETF besparen können.

ETF-Sparplan-Finder: Diese ETF gibt es bei Ihrer Bank

Diese breit anlegenden ETF aus den Gruppen Aktienfonds Welt, Aktienfonds Europa und Aktienfonds Schwellenländer Welt gibt es als Sparplan bei Ihrem Depotanbieter. Bitte wählen Sie Ihren Depotanbieter aus:

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Sparen für Kinder Testergebnisse für 19 Wert­papierdepots für Min­derjäh­rige

Bei welcher Bank Sie Ihren Sparplan finden

Sie wollen einen bestimmten ETF besparen? Wählen Sie hier Ihren gewählten ETF aus und wir zeigen Ihnen, bei welchen Banken er sparplan­fähig ist.

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Ab 1 Euro die ganze Welt

An deutschen Börsen werden rund 2 000 verschiedene ETF gehandelt, und viele davon gibt es auch als Sparpläne. Längst nicht alle eignen sich aber für lang­fristiges Sparen oder sogar für die Alters­vorsorge. Wir empfehlen für diesen Zweck nur ETF, die einen breiten interna­tionalen Aktien­index abbilden. Am besten eignen sich Sparpläne auf Welt­aktienindizes wie den MSCI World oder Aktienindizes auf Europa. Schon mit 1 bis 50 Euro pro Monat können sich Sparer zum Beispiel am Welt­aktien­index MSCI World beteiligen und damit indirekt an rund 1500 globalen Unternehmen.

Die prozentuale Zusammenset­zung dieses und aller anderen Aktienindizes verschiebt sich ständig mit der Kurs­entwick­lung der in ihnen enthaltenen Wert­papiere. Auch werden die Indizes laufend angepasst, manche Aktien fallen heraus, andere kommen neu dazu.

Kontrolle unnötig

Die breite Verteilung des Spar­betrags auf viele Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen macht den ETF-Sparplan zum pflegeleichten Lang­frist­investment. Eine regel­mäßige Kontrolle ist anders als bei aktiv gemanagten Fonds nicht nötig. Wer die lang­fristige Börsen­entwick­lung nicht extrem skeptisch sieht, liegt mit einem Sparplan auf einen Welt­aktien­index richtig.

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136 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Andreas5557 am 20.11.2022 um 15:04 Uhr
Schutz vor Verschleuderung?

Hallo,
im Editorial des November-Hefts kündigt Ihr Chefredakteur auch Informationen zu der Frage an, wie man "sicher stellt, dass ein Kindt nicht zu früh alles verbraucht". Im Heft gab es dann Hinweise zur Erziehung zum vernünftigen Umgang mit Geld.
Aber bei "Sicherstellung" dachte ich etwa an einen Auszahlungsplan für das angesparte Guthaben ab dem 18. Lebensjahr. Diesen Tipp hörte man früher öfter.
Ist er noch aktuell?
Hilft er überhaupt etwas? Wenn das Kind erwachsen wird, kann es dann nicht den Auszahlungsplan beenden und alles Geld sofort verbrauchen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.11.2022 um 12:13 Uhr
Erst Aktien, später umschichten

@Float: Eltern sind nicht verpflichtet, das Tages- und Festgeldkonto für die minderjährigen Kinder bei der gleichen Bank zu halten bei der sich das Minderjährigen-Depot befindet. Die Erlöse aus den Verkäufen von ETF / Fonds landen auf dem Referenzkonto, bzw. Verrechnungskonto und können von dort aus wieder angelegt werden.

Float am 27.10.2022 um 11:02 Uhr
Erst Aktien, später umschichten?

Hallo,
ich frage mich folgendes:
Ich eröffne heute ein Depot bei einer Direktbank für meine Kinder und setze zunächst auf Aktien, die ich per Sparplan erwerbe.
Wie bekomme ich das später in z.B. Festgeld umgeschichtet, wenn die Direktbank keine attraktiven Konditionen bietet? Aktien verkaufen und die Beträge zu einer anderen Bank überführen scheint mir dann ja nicht möglich zu sein, oder?

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.10.2022 um 14:30 Uhr
Robo-Advisor Evergreen

@RiaMauer: Evergreen ist keine Bank, sondern ein digitale Vermögensverwaltung, ein sog. Robo-Advisor. In diesem Test haben wir die Konditionen der Wertpapierdepots für Kinder und Jugendliche vorgestellt. Einen Test zu den Robo-Advisor finden Sie an anderer Stelle. Dort ist auch Evergreen vertreten, sowie weiterer Anbieter für ein Kinder.
Wir haben dort die Kosten anhand eines Musterdepots mit 40 000 € vergleichen. Der Robo von Evergreen war nicht die günstigste digitale Verwaltung im Test:
www.test.de/Robo-Advisor

RiaMauer am 20.10.2022 um 17:37 Uhr
Nachfrage Test

Hey liebe Stiftung Warentest,
ich hab eine Frage zu dem Test und den Kriterien. Ich selbst habe für mein Sohn ein Kinderdepot bei Evergreen eröffnet, da es mir sehr günstig erschien. Könnt ihr mir kurz erklären, warum die nicht dabei sind und ob die daher nicht gut sind? Was ich da dann nicht verstehe ist, warum die Anbieter die ihr getestet habt alle Kosten für das Depot erheben. Bei Evergreen fallen glaub ich keine keine Service- oder Depotkosten an, egal ob man Geld einzahlt oder nicht.
Liebe Grüße
Ria