Was schwarz auf weiß im Sparbuch steht, kann man getrost nach Hause tragen. Diesen Schluss erlaubt das Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Az. 1 U 107/99).

Ein Kunde wollte sein Sparbuch auflösen, auf dem seit 16 Jahren keine Kontobewegungen mehr vermerkt waren. Die Bank verweigerte die Auszahlung jedoch unter Verweis auf ihre Buchungsunterlagen, wonach das Konto kein Guthaben mehr aufwies. Pech für die Bank, urteilten nun jedoch die Kölner Richter. Sparbücher seien die Beweisdokumente für den Kunden. Buchungsunterlagen der Bank reichten nicht aus, um Sparbucheintragungen zu widerlegen. Nur ein vom Kunden unterschriebener Abhebungsbeleg könne die Beweiskraft des Sparbucheintrags erschüttern.

Tipp: Prüfen Sie auch nach Einzahlungen immer sofort alle Einträge von Bankmitarbeitern in Ihr Sparbuch. Denn wenn Sie nicht reklamieren, gilt sonst später der Sparbucheintrag, auch wenn die Einzahlung nicht vermerkt wurde.

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