Sparbücher Meldung

Auch nach etlichen Jahr­zehnten können Bank­kunden ein Spar­buch noch einlösen, wenn das Dokument authentisch ist. Das hat das Ober­landes­gericht Frank­furt bekräftigt (Az. 19 U 180/10). Eine Bank gab an, zu einem ihr vorgelegten Spar­buch aus dem Jahr 1959 keinerlei Unterlagen zu besitzen. Gleich­zeitig bezweifelte sie, dass die Unter­schrift in dem Dokument von einem zu diesem Zeit­punkt zeichnungs­berechtigten Mitarbeiter stammte. Das Spar­buch wies ein Guthaben von rund 106 000 DM aus. Ein gericht­licher Gutachter hielt das Dokument für glaubwürdig. Um die Gültig­keit der Unter­schrift in dem Spar­buch anzu­zweifeln, müsse die Bank die Namen und Unter­schriften der damals zeichnungs­berechtigten Mitarbeiter offenlegen, erklärten die Richter. Außerdem müsse sie ihre Vermutung beweisen, das Guthaben sei längst ausgezahlt worden – auch wenn die Unterlagen dazu heute nicht mehr aufzufinden sind.

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