Spar & Invest der BMW Bank Schnelltest

Angebot: „Die clevere Geldanlage“. Mit diesem Slogan wirbt die BMW Bank in großformatigen Anzeigen für ihr neues Produkt „Spar & Invest“. 6,1 Prozent Zinsen verspricht sie Anlegern, die in ein Sparkombiprodukt investieren. Den festen Zins bekommen sie nur für die Hälfte des Gelds. Die andere Hälfte fließt in einen Fonds. Der Kunde muss mindestens 3 000 Euro anlegen, garantiert wird ihm der Superzins bis 31. Oktober 2003.

Vorteil: Die Zinsen der Spareinlage sind derzeit nicht zu toppen. Außerdem gibt es 40 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag des Fonds und das Fondsdepot ist kostenlos.

Nachteil: Die Sonderverzinsung gilt nur für ein halbes Jahr. Danach sinkt der Zins auf das Normalniveau der Bank. Außerdem kann der Anleger nur zwischen drei Dachfonds wählen – einer Aktien-, Renten-und Mischfondsvariante des Multi Manager Fonds von Delta Lloyd. Alle drei Fonds sind erst seit Juli 2001 am Markt, zu kurz, ihre Qualität zu bewerten.

Dachfonds investieren das Anlegergeld in andere Fonds, um so eine Risikostreuung zu erreichen. Neben der jährlichen Verwaltungsgebühr für den Multi Manager Fonds, die je nach Fonds zwischen 0,65 und 1,45 Prozent liegt, fallen auch noch interne Kosten für die Fonds an, in die die drei Multi Manger Fonds investieren. Derzeit sind es 7 bis 11.

Fazit: Spar-Kombi-Produkte werden gerne von Banken aufgelegt, um junge Fonds an den Sparer zu bringen. Die zwei Komponenten des Produkts – einmal das Festgeld und der Fonds – passen aber nicht zusammen. Während die Fonds eine langfristige Anlage sind, wird die Sonderverzinsung nur kurz gewährt. Anlegern, die sich durch die hohen Zinsen in ein Kombiprodukt locken lassen, drohen Verluste, die sie auch mit den überdurchschnittlichen Zinsen nicht wieder reinholen können. Geeignet ist das Angebot daher nur für Sparer, die sowieso in einen der drei Dachfonds investieren und außerdem kurzfristig Geld parken wollen.

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