Spanische Dividenden Meldung

Aktionäre und Fondssparer müssen sich die Quellensteuer, die in Spanien von ihren Dividenden abgezogen wird, selbst zurückholen. Es geht um 19 Prozent für jede Dividende (2009: 18 Prozent). Die deutschen Banken haben spanische Quellensteuern lange mit der Abgeltungsteuer verrechnet, obwohl sie das nicht durften.

Erst im Sommer 2010 haben Bankmitarbeiter in Deutschland die ersten Wertpapierabrechnungen storniert, neue verschickt und ihre Kunden mit Abgeltungsteuer nachbelastet.

Das können Anleger jetzt tun:

  • Für Dividenden bis 1 500 Euro im Jahr lassen sie sich die volle Quellensteuer von 19 oder 18 Prozent in Spanien erstatten, denn in dieser Höhe sind Dividenden für Deutsche dort steuerfrei.
  • Für den Teil der Dividenden, der 1 500 Euro übersteigt, lassen Anleger vom deutschen Finanzamt 15 Prozent Quellensteuer über die Steuererklärung verrechnen. Die restlichen 4 (2009: 3) Prozent erstattet Spanien auf Antrag.

Die Vordrucke für die Erstattung in Spanien gibt es beim Bundeszentralamt für Steuern: An der Küppe 1, 53225 Bonn, oder im Internet unter www.bzst.de. Auf dem Formularsatz muss das heimische Finanzamt den Wohnsitz in Deutschland bestätigen. Dann schicken Anleger die Unterlagen an das Finanzamt in Spanien, in dessen Bezirk die Aktiengesellschaft ihren Firmensitz hat.

Tipp: Den Firmensitz finden Sie im Internet unter www.onvista.de. Sie geben den Wertpapiernamen ein und gehen auf > Profil. Das Bezirksfinanzamt erhalten Sie unter www.agenciatributaria.es, wenn Sie rechts auf „Carta de Servicios“ gehen.

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