Später in Rente gehen

Den optimalen Absprung schaffen

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Früher, später, regulär – der richtige Zeit­punkt für den Ruhe­stand sollte gut vorbereitet sein. So gehen Sie vor.

Inhalt

Kostenlos beraten lassen. Die Deutsche Renten­versicherung (DRV) ist gesetzlich verpflichtet, Sie so zu beraten, dass Sie Ihren Renten­anspruch voll ausschöpfen können. Dies ist kostenlos. Für eine lang­fristige Ruhe­stands­planung ist eine Beratung schon in jungen Jahren sinn­voll; spätestens jedoch mit Ende 50 sollten Sie ein sogenanntes „Intensiv­gespräch zur Alters­vorsorge“ vereinbaren. Dort werden Ihre Renten­anwart­schaften – gesetzliche, staatlich geförderte und private – analysiert, inklusive Steuern und Sozial­abgaben. Einen persönlichen Termin vereinbaren können Sie telefo­nisch unter 0 800/10 00 48 00 oder auf er Internetseite der Deutschen Rentenversicherung.

Arbeits­vertrag prüfen. Steht in Ihrem Arbeits­vertrag, dass das Arbeits­verhältnis mit dem regulären Renten­beginn endet, haben Sie keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung bei Ihrem derzeitigen Arbeit­geber. Fragen Sie Ihren Chef trotzdem; womöglich will er Sie ja doch halten – gerade in Zeiten des Fach­kräfte­mangels.

Kassen­sturz machen. Prüfen Sie mit Ende 50, wie viel Ihre monatlichen Einkünfte im Alter voraus­sicht­lich ausmachen, etwa aus anderen Renten­arten neben der gesetzlichen Rente, Miet­einnahmen oder Kapital­einkünften. Wer gut damit hinkommt, kann nicht nur auf Arbeit im Renten­alter verzichten, sondern vielleicht sogar einen früheren Ruhe­stand ins Auge fassen.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 11.04.2022 um 09:44 Uhr
Beispiel Rente verschieben

@mheq: Wir haben im Beispiel zur Rente verschieben die Besteuerung außen vor gelassen. Ein hoher persönlicher Grenzsteuersatz im Jahr der Verschiebung macht die Verschiebung der Steuerlast in zukünftige Veranlagungsjahre (mit einem geringeren Grenzsteuersatz) attraktiver.

mheq am 09.04.2022 um 16:00 Uhr
Rente verschieben lohnt kaum ???

Ich meine: Über diese Empfehlung und die Rechnung 20000/98/12 = 17 freut sich zumindest das Finanzamt.
Von 20 000 Euro Rente sind 16 400 Euro zu versteuern, in diesem Falle bei einem Steuersatz von ca. 35...42% (Steuer ca. 6 000 Euro). Von 20 000 Euro verbleiben also nur ca. 14 000 Euro beim Rentenempfänger. Dies ändert die Rechnung: 14000/98/12 = 12, also ergibt sich ein Alter von ca. 78 Jahren (ohne jegliche Rentenerhöhungen) oder von ca. 77 Jahren (bei einer Rentenerhöhung von 2% jährlich), bis die Rechnung aufgeht.
Das ist eine so große Differenz zu den im Artikel angegebenen 83 Jahren, dass sich ein genaueres Nachrechnen lohnt, auch wenn man nicht sehr alt werden will.
Oder habe ich mich hier verrechnet?

rs2507 am 06.04.2022 um 11:38 Uhr
Sehr informativer Artikel

Angesichts deutlich verbesserter Zuverdienstmöglichkeiten für viele Rentner aus den unterschiedlichsten Gründen interessant. @M.Tonndorf 24.03.2022 11:37 Uhr: Existenzgründungszuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit für Selbständige über 67 Jahre? Aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich.

M.Tonndorf am 24.03.2022 um 11:37 Uhr
Tipps für Selbständige?

In Ihrer Welt kommen wieder mal nur Rentner und Angestellte vor. Warum werden die Selbständigen vernachlässigt? Braucht man denen keine Tipps zu geben? Ich habe mich mit 61 nach einem Abfindungsangebot selbständig gemacht und arbeite jetzt mit 68 in Projekten in Teilzeit weiter. Ein Hinweis, wie man z.B. auch in dieser Altersstufe noch einen Existenzgründungszuschuss der BA bekommen kann, wäre für viele der Leser sicher hilfreich!