Räumt eine Bank ihren Angestellten kostenlose Kontoführung ein oder gewährt eine Fluggesellschaft ihren Mitarbeitern Freiflüge, interessiert sich dafür nicht nur das Finanzamt. Solche Belegschaftsrabatte zählen bei der Berechnung der Beiträge zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung mit.

Das machte das Bundessozialgericht in Kassel in zwei aktuellen Urteilen deutlich (Az. B 12 KR 12/01 R und B 12 KR 6/01 R). Es handle sich bei diesen Vergünstigungen um einmalig gezahltes Arbeitsentgelt, für das Arbeitnehmer und Arbeitgeber Sozialabgaben zahlen müssen. Das gilt übrigens auch dann, wenn der Arbeitgeber die geldwerten Vorteile pauschal versteuert. Wer genau wissen will, auf welche Einnahmen Beiträge zur Sozialversicherung erhoben werden, kann sich die Broschüre „Arbeitsentgelt und Beitragsbemessungsgrenze“ der Bundesversicherungsanstalt für Arbeit (BfA-Informationen Nr. 10, 4/2001) kostenlos downloaden unter www.bfa-berlin.de – sie ist dort zu ­finden unter Versicherung/Broschüren. Telefonische Bestellung ist unter 0 30/ 86 52 45 36 möglich.

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