Ab dem 1. Januar 2005 gelten in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung neue Grenzwerte für die Versicherungspflicht und die Beitragsbemessung.

Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung: Sie gilt für alle Arbeitnehmer, deren Bruttoeinkommen 46 800 Euro im Jahr (3 900 Euro im Monat) oder weniger beträgt.

Sonderregelung für Privatversicherte: Wenn sie schon am 31. Dezember 2002 versicherungsfrei waren, weil ihr Einkommen über der damaligen Pflichtgrenze lag, werden sie nur versicherungspflichtig, wenn sie weniger als 42 300 Euro brutto im Jahr verdienen.

Rutscht ein privat Krankenversicherter durch die Anhebung unter die Pflichtgrenze, kann er sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Diese Entscheidung ist aber für das gesamte Berufsleben bindend. Auch wenn jemand später einmal ein viel kleineres Einkommen hat, kann er dann nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenkasse.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen: Ab 1. Januar werden auf Einkommen bis zu einer Höhe von 42 300 Euro im Jahr (3 525 Euro im Monat) Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge erhoben. Bisher lag die Grenze bei einem jährlichen Einkommen von 41 850 Euro (3 487,50 Euro im Monat). In der Rentenversicherung gilt in den alten Bundesländern künftig die Beitragsbemessungsgrenze von 5 200 Euro im Monat (2004: 5 150 Euro). In den neuen Bundesländern sind es 4 400 Euro (2004: 4 350 Euro).

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