Sozial­versicherung 2022 Jedes Jahr neu: Beitrags­bemessungs­grenzen

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Sozial­versicherung 2022 - Jedes Jahr neu: Beitrags­bemessungs­grenzen
Kranken-, Pflege, Renten- und Arbeits­losen­versicherung. Hier erfahren Sie die aktuell geltenden Beitrags­bemessungs­grenzen. © Credit: Bildagentur-online/McPhoto-Richter / Alamy Stock Photo

Die Beitrags­bemessungs­grenzen für die Kranken­versicherung bleiben 2022 gleich, in der Renten­versicherung zahlen Gutverdiener im Osten mehr, im Westen weniger als 2021.

Sinkende Löhne lassen die Grenze stagnieren

Nach Angaben des Bundes­ministeriums für Arbeit und Soziales bleibt in der gesetzlichen Kranken­versicherung neben der Beitrags­bemessungs­grenze auch die Versicherungs­pflicht­grenze auf dem Wert von 2021. Bis zu diesem Einkommen sind Arbeitnehme­rinnen und Arbeitnehmer in der gesetzlichen Kranken­versicherung pflicht­versichert. Erst mit höherem Einkommen ist ein Wechsel in die private Kranken­versicherung möglich.

Einfluss auf die Sozial­versicherungs­größen hat jeweils die Einkommens­entwick­lung des vorvergangenen Jahres. Nach Angaben des Bundes­ministeriums für Arbeit und Soziales sanken die Löhne und Gehälter im Jahr 2020 bundes­weit um 0,15 Prozent, in den alten Bundes­ländern sogar um 0,34 Prozent. Dass die Grenzen für die Kranken­versicherung nicht sinken, sondern gleich bleiben, liegt an den Rundungs­regeln bei der Berechnung, so das Ministerium.

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Beitrags­bemessungs­grenzen für die Sozial­versicherung

Im Jahr 2022 bleibt die Beitrags­bemessungs­grenze der Kranken- und Pflege­versicherung bei 4 837,50 Euro brutto pro Monat oder 58 050 Euro im Jahr. Das ist die Grenze, bis zu der Arbeitnehmer Beiträge auf ihr Einkommen zahlen. Wer mehr verdient, muss trotzdem nicht mehr Beitrag zahlen, denn Einkünfte ober­halb der Bemessungs­grenze sind beitrags­frei.

In der Arbeits­losen- und Renten­versicherung sinkt die Beitrags­bemessungs­grenze für die West-Bundes­länder um 50 Euro auf 7 050 Euro monatlich und steigt in den ostdeutschen Bundes­ländern um 50 Euro auf 6 750 Euro im Monat. Die Werte für Ost- und West­deutsch­land nähern sich schritt­weise an. Bis zum Jahr 2025 soll der Unterschied zwischen alten und neuen Bundes­ländern ausgeglichen sein.

Grenzen

Brutto­lohn 2021
(Euro)

Brutto­lohn 2022
(Euro)

Monat

Jahr

Monat

Jahr

Kranken- und Pflege­versicherung

Versicherungs­pflicht­grenze

5 362,50

64 350

5 362,50

64 350

Beitrags­bemessungs­grenze

4 837,50

58 050

4 837,50

58 050

Renten- und Arbeits­losen­versicherung

Beitrags­bemessungs­grenze

West: 7 100

Ost:    6 700

West: 85 200

Ost:    80 400

West: 7 050

Ost:    6 750

West: 84 600

Ost:    81 000

Quelle: Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales.

Arbeitnehmer­anteil an den Sozial­abgaben

Die Sozialbeiträge (Beiträge für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Arbeits­losen- und Renten­versicherung) zahlen Arbeitnehmer und Arbeit­geber je zur Hälfte. In der Pflege­versicherung gibt es zusätzlich einen Zuschlag für kinder­lose Versicherte ab 23 Jahren, den Angestellte alleine zu tragen haben.

Wechsel in die private Kranken­versicherung

Gesetzlich Kranken­versicherte können erst in die private Kranken­versicherung wechseln, wenn sie mehr als 5 362,50 Euro im Monat beziehungs­weise 64 350 Euro im Jahr verdienen, siehe alle Informationen zur privaten Krankenversicherung. 2020 reichte für den Wechsel noch ein Brutto­jahres­gehalt von 62 550 Euro aus. Für Arbeitnehmer, die bereits am 31. Dezember 2002 ein Einkommen über der Versicherungs­pflicht­grenze hatten und privat versichert waren, gilt aus Bestands­schutz­gründen eine nied­rigere Grenze von 58 050 Euro im Jahr 2022.

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