Soziale Netzwerke

So hat Stiftung Warentest getestet

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Inhalt

Im Test: Acht deutschsprachige soziale Onlinenetzwerke mit mindestens 100 000 Nutzern pro Tag (Stand: 03/09), die Profildarstellung, Kontaktverwaltung und Netzwerkkommunikation ermöglichen. Bei vergleichbaren Plattformen desselben Anbieters wurde nur das reichweitenstärkste berücksichtigt. Außerdem wurden exemplarisch die zwei im deutschsprachigen Raum wichtigsten beruflichen Netzwerke einbezogen. Alle Netzwerke wurden verdeckt über fiktive Profile in Anspruch genommen. Ergänzend wurden die Anbieter zu innerbetrieblichen Prozessen des Datenschutzes befragt. Alle Erhebungen fanden anhand standardisierter Instrumente durch bis zu vier Experten statt.
Erhebungszeitraum: September 2009 bis Januar 2010.

Abwertungen

Lautete das Urteil Zulässigkeit der Datenverarbeitung „ausreichend“ oder „mangelhaft“, konnte das Gruppenurteil Umgang mit Nutzerdaten nicht besser sein. Lautete das Urteil der Sicherheitsprüfung „ausreichend“ oder „mangelhaft“, konnte das Gruppenurteil Datensicherheit nicht besser sein. Lag keine Einwilligung zur Sicherheitsprüfung vor, wurde das Gruppenurteil Datensicherheit auf „mangelhaft“ abgewertet.

Organisation und Transparenz

Überprüft wurden Datenschutzmanagement (u. a. Beantwortung von drei Auskunftsersuchen, Bearbeitung von drei Anträgen auf Korrektur, Sperrung bzw. Löschung fehlerhafter Daten sowie Ansprechbarkeit des Datenschutzbeauftragten), Datenschutzerklärung (u. a. Vollständigkeit, Klauselverstöße), Einstellmöglichkeiten (u. a. Sichtbarkeit per Voreinstellung, Konfigurierbarkeit).

Umgang mit Nutzerdaten

Bewertet wurden Zulässigkeit der Datenverarbeitung (u. a. Gesamtumfang verar­beiteter Daten, Einsatz verhaltensbasierter Werbung, Einbezug von Anwendungen Dritter), Angemes­senheit der Protokolldaten (u. a. Speicherdauer von IP-Adressen etc., Verarbeitung der Protokolldaten bei Dritten), Weitergabe von Daten an Dritte (neben Datenweitergabe unter anderem Suchmaschinenzugriff und Datenverarbeitung im Ausland), Datenlöschung (u. a. welche Daten – auch bei Dritten – können gelöscht werden, wie praktikabel ist das Entfernen aller Nutzerdaten?).

Datensicherheit

Berücksichtigt wurden Technische Maßnahmen (unter anderem Umfang eingesetzter Schutzmaßnahmen wie HTTPS/SSL), Registrierung und Anmeldung (u. a. Umsetzung der Verifikation bei Neuanmeldung sowie der Authentisierung von Mitgliedern), Sicherheitsprüfung als zerstörungsfreier Penetrationstest mit dem Ziel, Serverschwachstellen zu identifizieren, um unberechtigten Zugriff zu erlangen, z. B. Übernahme eines Testkontos, Einwilligung zur Sicherheitsprüfung (für Sicherheitsprüfung notwendige Transparenz der Anbieter).

Nutzerrechte

Untersucht wurden Verfügungs- und Nutzerrechte (unter anderem bleibt der Nutzer Eigentümer seiner Daten, gehen Verwertungsrechte an Anbieter über, wie werden Persönlichkeitsrechte der Nutzer z. B. bei Verlinkung/Taggen auf Bilder gewährleistet?), Überwachung und Schlichtung (u. a. Kontrollgremien, Lösung von Konflikten im Netzwerk).

Jugendschutz

Geprüft wurden Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten (u. a. Altersverifikation, Überwachung entsprechender Inhalte bzw. Reaktion auf drei Meldungen), Jugendschutzmanagement (u. a. Teilnahme in Jugendschutzprogrammen/-organisationen, Erreichbarkeit des Jugendschutzbeauftragten), Informationen für Eltern (u. a. Unterstützung durch Foren, Formulare oder Werkzeuge).

Mängel in den AGB

Ein juristischer Sachverständiger prüfte, ob die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nach AGB-Recht unwirksame Klauseln enthalten und den Kunden dadurch benachteiligen.

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ms.lue am 09.11.2012 um 15:24 Uhr
Kleinere Alternativen

Vielen Dank für den lesenswerten Test. Ich möchte nur kurz anbringen, dass einige kleinere - insbesondere deutsche - Netzwerke sich durchaus große Mühen bereiten, ein gänzlich anderes Geschäftsmodell zu den großen wie FB etc. zu etablieren. Ein kleines und innovatives soziales Netzwerk ist z.B. www.weactive.com. Dort werden grundsätzlich erst gar keine wesentlichen Daten erfragt. Von der Idee her sehr sympathisch aber alles leider noch sehr in den Kinderschuhen.

fragmichdurch am 19.05.2012 um 09:07 Uhr
facebook an der Börse

Direkt nach dem versenden von eMails erschien lange Zeit unten ein Fenster von facebook, der eMailempfänger sei Mitglied bei facebook und ich solle mich auch dort umsehen (in diesem Sinne, nicht wortgetreu).
Was geht mich das an, wer alles bei facebook ist? Wieso kriegt jeder so eine Meldung? Hat mit Datenschutz ja nix mehr zu tun!
Einer meiner Bekannten hatte auch noch ein ziemlich beknacktes Bild von sich eingestellt. Schön blöd, sich so zum Affen zu machen.
Der denkt wohl nicht daran, das auch dieses - hm - peinliche Bild auf dem PC seines jetzigen oder zukünftiges Chefs landen könnte, wenn der mal eine mail schickt. Wofür muß man sich wohl erst einloggen, wenn man heimlich doch öffentlich wird? Zum Glück war auf diesen kleinen facebook-Fenstern auch eine Klickmöglichkeit, den Quatsch wieder abzubestellen. Werbung durch Datenmißbrauch ist für mich Grund genug, bei facebook ganz bestimmt nicht mitzumachen. Kurz danach kamen die ersten Datenmißbrauchs-Meldungen in den Medien...

Bart.Stevens am 16.06.2011 um 14:41 Uhr
Mr Billen VZW

Dear Mr Primus,
I met Mr Gerd Billen in Berlin 3 weeks ago and he asked me to contact you.
You can reach me via Bart.Stevens (at) ichoosr.com
Looking forward to talk to you.
Bart Stevens

Gärtnerin am 23.04.2011 um 10:06 Uhr
zu facebok

Seit einiger zeit erscheint auf meinem PC immer wieder die meldung Fecbok teilen. Er hat sich sogar bei mir in die Mailks eingeschlichen. Ich könnte verzweifeln. Versuche dann immer den darunter angegeben Link anzuklickken jetzt kommt das auch da rein. wie kann ich den Facbok loswerden. Kann mir jemand Umterstützung dazu geben. Ich hatte mich nie bei Facebok zumindest wissentlich, eingelogt. Da ioch dem Treiben von Angang an nicht glaubte

Godek am 28.01.2011 um 16:06 Uhr
Gefahr - Sozialnetzwerk

Die kommerziellen sozialen Netzwerke sind nicht nur aufgrund der Datenverwendung im Auge zu behalten. Gerade Facebook ist dermaßen kommerziell, dass einem da schon die Haare zu Berge stehen. Es wird viel Geld mit Benutzerdaten verdient. Doch hier tun sich alle der bekannten Netzwerke nicht sonderlich schwer - mit dem Datenhandel. Auch die gesellschaftlichen Veränderungen, die mit der intensiven Nutzung von SN einhergehen, sind nicht unbedingt wünschenswert. Immer mehr Leute vereinsamen weltweit durch die Nutzung des internets allgemein. Das sollte uns doch eigentlich stutzig machen. Doch hieran stört sich kaum jemand. Viellcht auch deßhalb, weil dazu kaum Informationen im Netz vorhanden sind - bzw. niemand danach sucht.
Ein Artikel, der dies meiner Meinung nach ganz gute beleuchtet findet sich hier: http://www.icando.eu/index.php?option=com_myblog&show=die-sozialen-netzwerke-und-der-wandel-in-der-gesellschaft.html&Itemid=60&lang=de || Grüße