Mit diesen Abgaben müssen gesetzlich versicherte Rentner rechnen

Auch Rentner müssen Sozial­abgaben zahlen. Die Tabelle zeigt, für welche Einnahmen Beiträge an die gesetzliche Krankenkasse fällig werden. Oben­drauf kommen immer noch Beiträge an die Pflege­versicherungi. Freiwil­lig versicherte Rentner müssen für mehr Arten von Einnahmen Abgaben zahlen als Pflicht­versicherte. Bis zu 700 Euro Abgaben im Monat sind möglich.

Einkommen

Das zahlen Pflicht­versicherte in der Kranken­versicherung der Rentner
(KVdR)

Das zahlen Rentner, die freiwil­liggesetzlich kranken­versichert sind

Gesetzliche Rente (Alters-, Hinterbliebenen- und Erwerbs­minderungs­rente)

Fällig werden 15,5 Prozent der Bruttorente. 8,2 Prozent werden vor Auszahlung der Rente abge­zogen, die restlichen 7,3 Prozent über­nimmt auto­matisch die Deutsche Renten­versicherung. 1

Fällig werden 15,5 Prozent der Bruttorente. 8,2 Prozent zahlt der Rentner auf jeden Fall selbst, die restlichen 7,3 Prozent kann er als Zuschuss von der Deutschen Renten­versicherung erhalten, wenn er den Antrag dafür stellt. 1

Versorgungs­bezüge: zum Beispiel Betriebs­rente aus einer Direkt­versicherung, Pensionen, eine über den Arbeit­geber abge­schlossene Riester-Rente sowie Leistungen aus einem berufs­stän­dischen Versorgungs­werk

Rente: 15,5 Prozent der Leistung, wenn sie höher als 134,75 Euro monatlich ist. 12

Einmalzahlung: Sie wird auf 120 Monate umge­legt. Ergibt sich ein Wert von mehr als 134,75 Euro im Monat, sind zehn Jahre lang 15,5 Prozent Krankenkassenbeitrag zu zahlen. 12

Rente: 15,5 Prozent der Leistung. 1

Einmalzahlung: Sie wird auf 120 Monate umge­legt. Der Rentner zahlt zehn Jahre lang 15,5 Prozent des monatlichen Werts – unabhängig von dessen Höhe. 1

Riester-Rente

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Leistung. 1

Rürup-Rente

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Leistung. 1

Rente aus der gesetzlichen Unfall­versicherung

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Rente. 1

Rente aus einer privaten Renten­versicherung

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Rente. 1

Auszahlung aus der privaten Kapital­lebens­versicherung

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

Die Auszahlung wird auf 120 Monate umge­legt. Der Rentner zahlt zehn Jahre lang 14,9 Prozent des Monats­werts. 1

Einkommen aus angestellter Beschäftigung

Verdienst bis 450 Euro im Monat: Der Arbeit­geber über­weist für den jobbenden Rentner pauschal Sozial­abgaben.

Verdienst über 450 Euro im Monat: Der jobbende Rentner wird als Arbeitnehmer versicherungs­pflichtig. Er zahlt für den Verdienst anteilig Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung, aber keine Beiträge zur Arbeits­losen- und Renten­versicherung.

Verdienst bis 450 Euro im Monat: Der Arbeit­geber über­nimmt für den jobbenden Rentner die Beiträge zur Kranken­versicherung. Beiträge zur Pflege­versicherung zahlt dieser jedoch aus eigener Tasche.

Verdienst über 450 Euro im Monat: Der Angestellte wird aufgrund seiner Beschäftigung als Arbeitnehmer versicherungs­pflichtig und zahlt für den Verdienst anteilig Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung, aber keine Beiträge zur Renten- und Arbeits­losen­versicherung.

Arbeits­einkommen: Gewinn aus einer selbst­ständigen Tätig­keit

Liegt der Gewinn bei über 134,75 Euro 2 monatlich, sind darauf Abgaben zu zahlen. 12

14,9 Prozent des Gewinns.

Einkünfte aus Kapital­vermögen (zum Beispiel Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Wert­papier­verkäufen)

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Einkünfte: Einkünfte sind Kapital­einnahmen minus Werbungs­kosten. Ohne Nach­weis werden pauschal 51 Euro als Werbungs­kosten abge­zogen. 3

Miet­einkünfte

Keine Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung.

14,9 Prozent der Einkünfte (Miet­einnahmen minus Werbungs­kosten). 1

    Quelle: GKV-Spitzen­verband

    • 1 Für die gesetzliche Pflege­versicherung zahlen Rentner mit Kindern und kinder­lose Rentner, die vor 1940 geboren wurden, 2,05 Prozent Beitrag. Alle anderen zahlen 2,3 Prozent.
    • 2 Auch wenn pflicht­versicherte Rentner mit der Summe aus ihren Versorgungs­bezügen und dem Arbeits­einkommen ihrer selbst­ständigen Tätig­keit den Wert von 134,75 Euro monatlich über­schreiten, müssen sie dafür Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflege­versicherung zahlen.
    • 3 Der Sparerpausch­betrag in Höhe von 801 Euro, der für die Steuerbe­rechnung berück­sichtigt wird, spielt an dieser Stelle keine Rolle.