Einigen sich unverheiratete Paare nicht darauf, sich das Sorgerecht für das gemeinsame Kind zu teilen, dann ist weiterhin automatisch die Mutter allein sorgeberechtigt. So hat das Bundesverfassungsgericht über die Verfassungsbeschwerden zweier Väter entschieden (Az. 1 BvL 20/99 und 1 BvR 933/01).

Die Richter stellten bei ihrer Entscheidung das Wohl der Kinder in der Vordergrund. Es sei am besten gesichert, wenn man die bestehende Regelung beibehalte. Die verfassungsmäßigen Rechte unverheirateter Väter seien dadurch nicht verletzt.

Damit bleibt es dabei, dass unverheiratete Väter kein Sorgerecht für das Kind bekommen, wenn die Mutter sich weigert, die gemeinsame Sorgeerklärung zu unterschreiben.

Tipp: Über Sorgerecht und -pflicht sollten unverheiratete Paare bereits während der Schwangerschaft nachdenken. Die gemeinsame Sorgeerklärung ist schon vor der Geburt möglich.

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