Die Minidisk macht der MP3-CD Konkurrenz. Die beiden MD-Rekorder MZ-N505 und MZ-N707 lassen sich via USB-Kabel auch vom PC aus mit Musik füttern.

Aller Anfang ist schwer. Zuerst muss auf dem heimischen PC die Übertragungssoftware mit dem sinnigen Namen Open MG Jukebox installiert werden. Erst dann findet die Musik einer Audio-CD vom PC-Laufwerk über die Festplatte den Weg zu den beiden neuen MD-Rekordern. Ein Download ohne Speicherung auf der PC-Festplatte ist nicht möglich. Alternativ lassen sich auch MP3-Dateien in den MD-Rekorder einlesen. Abhängig von der gewählten Komprimierungsrate erlaubt die Software nur einen bestimmten Aufzeichnungsmodus auf den Rekorder: Standardplay (SP) oder zwei Longplay-Verfahren (LP2 oder LP4). Daran gekoppelt ist auch die Transfergeschwindigkeit. Wer die optimale Qualitätsstufe (SP) einstellt, kann die Übertragungsdauer nicht verkürzen: Die Daten werden in Echtzeit überspielt, im selben Tempo wie die Musik läuft. Nur beim Modus LP2 oder LP4 – doppelte oder vierfache Spieldauer – wird schneller aufgezeichnet. Bei LP4 ist infolge der starken Datenreduzierung aber auch mit erklecklichen Klangeinbußen zu rechnen, besonders bei dynamikreicher Rockmusik, wie unsere Hörtests zeigten. Dagegen war im LP2-Betrieb praktisch kein Unterschied zu den Originalaufnahmen wahrnehmbar.

Interessantester Unterschied der beiden 140 Gramm leichten Sony-Geräte: Die Kabelfernbedienung in der Ohrhörerzuleitung des MZ-N707 besitzt ein zusätzliches Anzeigedisplay. Außerdem hat das teurere Modell einen separaten Mikrofoneingang sowie eine Dockingstation, an die auch das Lade-netzteil für den Akku (NC-WMAA) angeschlossen werden kann. Laufzeiten mit vollem Akku: MZ-N707 gut 16 Stunden, MZ-N505 knapp 18 Stunden.

Sony MZ-N505
etwa 300 Euro
Sony MZ-N707
etwa 350 Euro
Anbieter:
Sony
Postfach 30 12 49
50782 Köln
Tel. 02 21/5 96 60

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