Sonnenschutzmittel für Kinder Test

Sonne tut gut. Sie stärkt den Kreislauf und bringt den Körper in Schwung. Zu viel Sonne ist jedoch ungesund. Vor allem für Kinder. Ihre Haut ist empfindlich und dünn. Kleidung und Sonnenschirm halten die Strahlen nicht vollständig ab. Gute Sonnenschutzmittel sind angesagt. test.de zeigt die besten Produkte.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Sonnenschutzmittel für Kinder

[Update] Die Version „komplett und interaktiv“ dieses Artikels enthält zusätzlich acht weitere Sonnenschutzmittel für Kinder, die zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht auf dem Markt waren. Sie wurden als Nachzügler getestet und in test 09/2003 veröffentlicht. Komplett und interaktiv enthält damit insgesamt 27 Sonnenschutzmittel für Kinder.

Babys fehlt der Schutz

Für Babys im ersten Lebensjahr ist pralles Sonnenlicht tabu. Hemdchen, Hut und Sonnenschirm sind Pflicht. Auch am Strand. Babyhaut hat keine Schutzmechanismen. Die bilden sich erst ab dem zweiten Lebensjahr. Wenn die Kleinen laufen können, tollen sie natürlich auch nackt oder in Badezeug herum. Hier helfen Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor. 19 Produkte hat die Stiftung Warentest getestet. Lotionen und Sprays speziell für Kinder. Fünf Lotionen sind sogar für Babys ausgelobt. Lichtschutzfaktor 15 bis 40.

Kinderhaut ist empfindlich

Je höher der Lichtschutzfaktor, desto länger darf das Sonnenbad dauern. Faustfomel: Lichtschutzfaktor x erlaubte Sonnenzeit ohne Schutz = erlaubte Sonnenzeit mit Schutz. Beispiel: Wer ungeschützt nach 15 Minuten eine rote Haut bekommt, kann mit Faktor 20 eingecremt zwanzigmal länger in der Sonne brutzeln - also 300 Minuten. Doch niemand sollte diese Zeit bis auf die letzte Minute ausreizen. Grund: Der Lichtschutzfaktor ist ein im Labor ermittelter Durchschnittswert. Wie viel Sonne die Haut ungeschützt verträgt, hängt vom Hauttyp ab. Für Kinder gilt: Es sind nur wenige Minuten. Kinderhaut ist empfindlich und dünn. Sie bräunt nicht gut und bildet kaum eigenen Schutz. Und die Haut vergisst nichts: Die Lichtschäden summieren sich von der Geburt bis zum Alter. Jeder Sonnenbrand kann ein Schritt zum Hautkrebs sein. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sind also die richtige Wahl.

Drei sind mangelhaft

Natürlich müssen die Sprays und Lotionen halten, was sie versprechen. Drei Produkte schaffen das nicht. Nivea deklariert die Baby Sonnen-Milch mit Lichtschutzfaktor 25. Tatsächlich unterschreitet sie diesen Wert aber um mehr als 20 Prozent. Auch die Sonnenmilch und das Sonnenspray von Ihr Platz/Alando schützen deutlich schlechter als auf der Packung angegeben. test-Qualitätsurteil: mangelhaft.

Billig und sehr gut

Erfreulich dagegen: Guter Sonnenschutz muss nicht teuer sein. Die Schlecker AS Sun Sonnenmilch für Kinder schützt sehr gut. Preis: nur 1,55 Euro für 100 ml. Zum Vergleich: Das teuerste Produkt von Eucerin kostet 8,40 Euro. test-Urteil: sehr gut. Aber nicht besser als die Sonnenmilch von Schlecker. Sehr gut und ebenfalls preisgünstig: dm/Sundance Sonnenmilch für Kinder, Dreaming Sun Sonnenmilch für Kinder, Rossmann Sun Ozon Sonnenmilch für Kinder, Müller/Sun Ozon Sonnenmilch für Kinder und Lidl Cien Beauty Kinder Sonne. Preis: bis zwei Euro für 100 ml.

Nach dem Baden wieder cremen

Alle getesteten Produkte sind übrigens wasserfest. Trotzdem gilt: Nach dem Baden am besten neu eincremen. Denn im Wasser geht immer ein Teil der Schutzwirkung verloren. Selbst bei wasserfesten Cremes und Sprays. Wichtig: Neues Eincremen verbessert den Schutz – verlängert ihn aber nicht. Die Dauer des Schutzes pro Tag lässt sich durch mehrfaches Anwenden des Sonnenschutzmittels nicht steigern. Allerspätestens beim Erreichen des Faustformelwerts heißt es: Anziehen und raus aus der Sonne! Duschen und Eincremen nicht vergessen. Das ist Balsam für die Haut.

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