Was die Zahlenangaben bedeuten: Der Lichtschutzfaktor: Theorie und Praxis

Nur ein Anhaltspunkt: Der auf den Sonnenschutzprodukten aufgedruckte Lichtschutz- oder Sonnenschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange man sich mit dem Mittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Beispiel: Wer ungeschützt nach 15 Minuten eine rote Haut bekommt, soll unter dem Schutz eines Präparats mit Faktor 20 zwanzigmal länger brutzeln dürfen, bis sich der Sonnenbrand einstellt. Je höher der Faktor, desto länger soll auch die Schutzzeit sein. Jedenfalls theoretisch. Denn die Zahlenangaben gaukeln eine Genauigkeit vor, die so nicht gegeben ist. Der Lichtschutzfaktor ist ein Durchschnittswert, der unter Laborbedingungen ermittelt wurde. Man sollte deshalb die – scheinbar – mögliche Aufenthaltszeit in der Sonne nie bis aufs Letzte ausreizen. Hautärzte empfehlen sowieso, bereits nach zwei Dritteln der „erlaubten“ Zeit in den Schatten zu wechseln, um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren. Bei Kindern gilt es natürlich, besonders vorsichtig zu sein.

Neue Schutzklassen: Zur besseren Information des Verbrauchers werden die Lichtschutzfaktoren (LSF) künftig einheitlich bestimmten Schutzklassen zugeordnet, die auf den Packungen angegeben sein müssen: niedrig (LSF 6 und 10), mittel (LSF 15, 20, 25), hoch (LSF 30, 50) und sehr hoch (LSF 50+). Es wird also nicht mehr so verwirrend viele unterschiedliche Lichtschutzfaktoren geben wie bisher.

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