Lichtschutzfaktor: Achtsam bleiben

Die Lichtschutzfaktoren sind unter Laborbedingungen ermittelte Durchschnittswerte.

UVB-Strahlen: Der Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich ausschließlich auf den Schutz vor den mittelwelligen Ultraviolett-B-Strahlen. Über den Schutz vor UVA-Strahlen sagt er nichts aus.

Theorie: Der Lichtschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange man sich mit dem Mittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Faktor, desto länger. Beispiel: Wer nach eigener Erfahrung bereits nach zehn Minuten eine rote Haut bekommt, soll unter dem Schutz eines Produkts mit Lichtschutzfaktor 10 zehnmal länger ungefährdet sonnenbaden können, also rund 1 Stunde 40 Minuten lang. Doch das ist blanke Theorie.

Praxis: Der Lichtschutzfaktor ist nämlich ein unter Laborbedingungen ermittelter Durchschnittswert, der stark schwanken kann. Auch wird das Mittel im Labor so dick aufgetragen, wie das in der Praxis im Allgemeinen nicht üblich ist. Man sollte deshalb die – scheinbar – mögliche Aufenthaltszeit in der Sonne nie bis aufs Letzte ausnutzen, sondern bereits nach zwei Dritteln der „erlaubten“ Zeit in den Schatten wechseln. Bei Kindern gilt es, besonders vorsichtig zu sein.

Schutzklassen: Um den Verbraucher noch besser zu informieren, werden die Lichtschutzfaktoren künftig einheitlich bestimmten Schutzklassen zugeordnet:

  • Niedrig oder Basis: LSF 6, 10
  • Mittel: LSF 15, 20, 25
  • Hoch: LSF 30, 50
  • Sehr hoch: 50 +

Demnächst wird es also nicht mehr so viele unterschiedliche Faktoren geben wie bislang. Und Produkte mit weniger als Faktor 6 dürfen sich künftig nicht mehr Sonnenschutzmittel nennen, weil der Schutz nach Einschätzung der Experten zu gering ist.

UVA-Schutz: Um von einem effektiven UVA-Schutz sprechen zu können, wird der gemessene UVA-Faktor künftig mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors betragen müssen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2083 Nutzer finden das hilfreich.