Lichtschutzfaktor: Theorie und Praxis

Zahlenangaben sind kein Freibrief für zügellosen Sonnengenuss.

UVB-Strahlen. Der auf den Verpac­kun­gen aufgedruckte Wert bezieht sich ausschließlich auf den Schutz vor den mittelwelligen Ultraviolett-B-Strahlen.

Anhaltspunkt. Der Lichtschutz- oder Sonnenschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange man sich mit dem Mittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Faktor, desto länger. Beispiel: Wer ungeschützt nach zehn Minuten eine rote Haut bekommt, soll unter dem Schutz eines Produkts mit Lichtschutzfaktor 15 fünfzehnmal länger ungefährdet sonnenbaden können, also zweieinhalb Stunden lang. Soweit die Theorie.

Durchschnittswert. Die Zahlenangaben spiegeln eine Genauigkeit vor, die praktisch nicht gegeben ist. Der Lichtschutzfaktor ist nämlich ein unter Laborbedingungen ermittelter Durchschnittswert, der gerade bei hohen Werten stark schwanken kann. Man sollte deshalb die – scheinbar – mögliche Aufenthaltszeit in der Sonne nie bis aufs Letzte ausnutzen.

Guter Rat. Hautärzte empfehlen, bereits nach zwei Dritteln der „erlaubten“ Zeit in den Schatten zu wechseln, um die Haut nicht übermäßig zu strapazieren. Bei Kindern gilt es, besonders vorsichtig zu sein.

Schutzklassen. Um eine zusätzliche Orientierung zu geben, ordnen die Anbieter den Lichtschutzfaktor immer häufiger festgelegten, genau definierten Schutzklassen zu – von Basis bis ultra hoch:

  • Basis: LSF 2, 4, 6
  • mittel: LSF 8, 10, 12
  • hoch: LSF 15, 20, 25
  • sehr hoch: LSF 30, 40, 50
  • ultra hoch: LSF 50+.

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