Sonnenschutz für Kinder von DocMorris und Spirig Schnelltest

Kinder-Sonnenschutzmilch von DocMorris (links) und Daylong Kids SPF 30 Lotion von Spirig

Kinder-Sonnenschutzmilch von DocMorris (links) und Daylong Kids SPF 30 Lotion von Spirig

Empfindliche Kinderhaut braucht einen hohen Sonnenschutz. Faktor 30 sollte es mindestens sein. test.de hat zwei dieser Produkte getestet: Die Kinder-Sonnenschutzmilch von DocMorris und die Lotion Daylong Kids SPF 30 von Spirig. Der Schnelltest zeigt, ob die Produkte wirksam schützen.

Empfindliche Kinderhaut

Sonne tut gut: Sie macht gute Laune, stärkt Kreislauf und Immunabwehr. Zudem regt sie die für Knochen und Zähne wichtige Vitamin-D-Bildung an. Voraussetzung: ein maßvoller Genuss. Gerade Kinder sollten gut geschützt sein. Denn ihre Haut reagiert besonders empfindlich auf Sonnenstrahlen. Sie ist dünner, durchlässiger und empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Hauteigene Schutzmechanismen wie die Fähigkeit zu bräunen und die Verdickung der obersten Hautschicht, bilden sich erst langsam ab dem zweiten Lebensjahr. Daher ist direkte Sonne für Babys noch tabu. Kleinkinder sollten draußen nur mit Hemd, Höschen, Sonnenhut und Sonnenbrille spielen. Ein Lichtschutzmittel mit ausreichend hohem Faktor rundet den Schutz ab.

Mindestens Faktor 30

Sonnenschutz für Kinder sollte mindestens den Faktor 30 besitzen. Wenn die Kleinen besonders empfindliche und helle Haut haben, sind sogar Produkte mit Faktor 50 oder sogar 50+ die bessere Wahl. Im Schnelltest: Zwei Produkte für Kinder mit hohem Schutz (Faktor 30). Ins Testlabor kamen die Kinder-Sonnenschutzmilch von DocMorris und die Lotion Daylong Kids SPF 30 der Firma Spirig. Beruhigend: Der für den UVB-Schutz relevante Faktor wird bei beiden Produkten eingehalten. Seit einiger Zeit müssen Sonnencremes, -lotionen und Co. aber nicht nur vor UVB-, sondern auch vor UVA-Strahlen schützen. Diese dringen tiefer in die Haut ein und können sie ebenfalls schädigen. Jedes Sonnenschutzmittel sollte daher einen UVA-Schutz aufweisen, der mindestens einem Drittel des ausgewiesenen Lichtschutzfaktors beträgt. Auch das halten beide Produkte ein.

Nicht wasserfest

Anders sieht es bei der Wasserfestigkeit aus. Die DocMorris Sonnenmilch und die Daylong Kids Lotion bestanden den Test nicht - obwohl die Anforderungen in diesem Prüfpunkt nicht einmal besonders hoch sind: „Wasserfest“ ist ein Sonnenschutzmittel, wenn es nach zweimal 20-minütigem Baden noch die Hälfte des ursprünglichen Schutzes bietet. Ärgerlich ist das ist vor allem bei der Daylong Kids Lotion von Spirig. Denn sie ist nach Angaben auf der Verpackung extra wasserresistent. Generell gilt: Eltern sollten ihre Kinder nach dem Baden und Abtrocknen sicherheitshalber neu eincremen, auch wenn sie wasserfeste Produkte benutzen.
Hinweis: Die Wiederholungsprüfung der Wasserfestigkeit ist abgeschlossen. Beide Produkte bestanden diesen Prüfpunkt erneut nicht.

„Nur einmal auftragen“

Ein weiterer Kritikpunkt der Tester an dem Spirig-Produkt: Laut Verpackungsangaben reicht es, die Lotion einmal am Tag aufzutragen. Daher auch die Bezeichnung „daylong“. Einzig wenn Kinder intensiv im Wasser planschen sollen Eltern regelmäßig nachcremen. Mittlerweile gibt es jedoch eine Richtlinie der EU-Kommission, nach der Aussagen wie „Sun-Blocker“ oder eben auch „nur einmal auftragen“ nichts mehr auf den Produkten zu suchen haben. An den Anwendungshinweisen der DocMorris Kinder-Sonnenschutzmilch gab es dagegen nichts auszusetzen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 596 Nutzer finden das hilfreich.