Mit Hut und Shirt. Für Babys und Kinder ist schützende Kleidung noch wichtiger als Sonnen­creme. Diese sollte zuver­lässig vor den UV-Strahlen der Sonne schützen.

Empfindliche Kinder­haut ist besonders schutz­bedürftig. Braucht es dazu Sonnen­cremes speziell für Kinder? Die Stiftung Warentest hat Sonnenmilch, Cremes, Lotionen sowie Pump- und Aerosol­sprays mit den Schutz­faktoren 30, 50 und 50+ getestet – darunter bekannte Marken wie Nivea, Ladival und Weleda. Von 17 Sonnen­schutz­mitteln für Kinder im Test sind 4 sehr gut und 11 gut. Eine teure Sonnen­creme ist mangelhaft (Preise: 1,99 Euro bis 44 Euro pro 100 Milliliter).

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TestSonnen­creme für Kinder im Test27.06.2020
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Sonnenmilch, Spray und Sonnen­creme für Kinder getestet

Die ultra­violetten Strahlen der Sonne können nicht nur Sonnenbrand, sondern lang­fristig auch Haut­krebs verursachen und Haut früh­zeitig altern lassen. Schon in der Kindheit gilt es daher, unbe­deckte Haut­stellen konsequent vor Sonne zu schützen – am besten mit einem guten Sonnen­schutz­mittel, das einen Licht­schutz­faktor von 30, 50 oder 50+ hat (Welcher Lichtschutzfaktor bei welchem Hauttyp?). Die Stiftung Warentest hat 17 Sprays, Cremes und Lotionen getestet. Fast alle schützen Kinder­haut zuver­lässig vor UV-Strahlen. Einen klaren Testsieger gibt es nicht, aber einen Test­verlierer: Ausgerechnet die teuerste Sonnen­creme im Test fällt durch. Sie schützt unzu­reichend vor UVA-Strahlen. Die besten Kinder­sonnen­cremes und -sprays sind erfreulich günstig.

Sonnen­creme für Kinder – das bietet unser Test

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für 17 Sonnen­cremes, Sonnenlotionen und Sonnen­sprays für Kinder (Sonnen­schutz­faktor: 30, 50 oder 50+). Unter den getesteten Produkten sind bekannte Marken wie Nivea, Garnier, Bübchen und Hipp, Produkte von Drogeriemärkten und Discountern sowie Naturkosmetikmarken wie Weleda. Außerdem sagen wir, welche guten und sehr guten Sonnenschutzmittel aus den Tests der vergangenen beiden Jahre noch unver­ändert erhältlich sind (siehe PDF).

Hintergrund und Tipps. Wir beant­worten häufige Fragen von Eltern, etwa welchen Sonnen­schutz­faktor Kinder brauchen oder was die Angabe „wasser­fest“ bedeutet. Außerdem klären wir, inwiefern Sonnen­schutz­filter der Umwelt schaden oder ob manche UV-Filter kritischer zu bewerten sind als andere. Und wir geben Tipps zum richtigen Verhalten bei Sonnen­schein.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 7/2020.

Stimmt der angegebene Licht­schutz­faktor?

Beim Kinder­sonnen­creme-Vergleich der Stiftung Warentest ist besonders wichtig, ob die Produkte den angegebenen Schutz einhalten. Außerdem untersuchten wir, wie gut sich die Sonnen­cremes, -lotionen und -sprays anwenden lassen und inwiefern sie die Kinder­haut mit Feuchtig­keit anreichern. Neben der Verpackung prüften wir auch die Beschriftung, zum Beispiel Werbeaussagen und wie gut alle Angaben lesbar sind.

Kinder-Sonnen­creme ohne kritische Duft­stoffe

Wichtig ist, dass Kinder Produkte mit hohem oder sehr hohen Sonnen­schutz­faktor verwenden: 30, 50 oder 50+. Grund­sätzlich können sie die gleichen Sonnen­cremes wie ihre Eltern nutzen. Die meisten Sonnen­schutz­mittel für Kinder sind aber als parfum­frei deklariert. Das ist für jene Kinder wichtig, die auf Duft­stoffe allergisch reagieren. Drei Sprays im Test enthalten Parfum. Kritische Duft­stoffe fanden wir aber in keinem Produkt.

Mit mineralischen oder chemischen Sonnen­schutz­filtern?

Im Kinder­sonnen­creme-Test schneiden sowohl Produkte mit chemischen Filtern als auch mit mineralischen Filtern gut ab. Chemische Filter dringen in die Haut ein, absorbieren die UV-Strahlung und wandeln sie in harmlose Wärme um. Mineralische Filter bestehen aus Pigmenten, die wie unzäh­lige kleinste Spiegel auf der Haut UV-Strahlen reflektieren und so fernhalten. Welche Sonnen­cremes welche UV-Filter enthalten, können Sie nach Frei­schaltung des Themas in unserer Tabelle sehen. Weitere Fragen zu Sonnen­schutz­filtern beant­worten wir in unseren kostenlosen FAQ Sonnenschutz.

Sonnen­creme ist schon für Babys wichtig

Im Schatten bleiben. Kinder unter drei Jahren sollten nur kurz­zeitig und gut geschützt in die Sonne. Babys im ersten Jahr sollten grund­sätzlich im Schatten bleiben. Da ihre Haut aber selbst dort UV-Strahlen ausgesetzt ist, sollten an Tagen mit intensiver Sonnen­strahlung auch Babys schon einge­cremt werden – etwa im Gesicht und an den Händen. Arme, Beine und Kopf sind am besten mit lang­ärmeliger, luftiger Kleidung und Mütz­chen geschützt. Vermeiden Sie auf jeden Fall die Mittags­hitze zwischen 11 und 15 Uhr und ziehen Sie sich an schattige Orte oder nach drinnen zurück. Abge­dunkelte Zimmer bleiben länger kühl.

Kopf­bedeckung und Kleidung. Kleine Kinder haben oft noch wenig dichtes Haar. Umso wichtiger ist es, ihre Kopf­haut mit einem Hut oder Mütz­chen zu bedecken – am besten mit Krempe und verlängertem Nacken­teil. Auch Kleidung kann Schutz bieten. Sie sollte dicht gewebt und möglichst dunkel sein, Polyester­fasern schützen besser als Baumwolle. Selbst wenn es sehr heiß ist: Oberteile mit Ärmeln sind eine gute Wahl, bei Trägerhemd­chen entsteht auf den Schultern schnell Sonnenbrand.

Nicht kleckern, klotzen. Tragen Sie Sonnen­schutz­mittel reichlich auf: pro Quadratzenti­meter Haut etwa zwei Milligramm. Für den ganzen Körper bei einer Größe von 1,80 Meter macht das etwa drei Esslöffel Sonnenmilch, bei Kindern entsprechend weniger. Wenn Ihrem Kind das Eincremen nicht gefällt, machen Sie aus der lästigen Prozedur ein kleines Spiel. Tupfen Sie zunächst Gesichter, Blumen oder andere Motive auf die Haut. Verreiben Sie anschließend alles gründlich.

Immer wieder. Tragen Sie Sonnen­schutz­mittel über den Tag verteilt immer wieder auf. Besonders nach dem Baden oder Sport ist der Schutz nicht mehr voll­ständig gegeben und sollte erneuert werden – das gilt auch, wenn Sie als „wasser­fest“ oder „extra wasser­fest“ gekenn­zeichnete Produkte verwenden. Vergessen Sie nicht, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken einzucremen.

Früh übt sich. Auch kleine Kinder können das Einschmieren schon üben und sich daran gewöhnen. Cremen Sie aber sorgfältig nach. Achten Sie darauf, Ohren, Nacken, Hände und Fußrücken nicht zu vergessen. Aerosol­sprays sollten Kinder aber nicht selbst benutzen, weil sie versehentlich in Mund und Augen sprühen oder das Spray einatmen könnten.

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