Sonnenbrillen Sonnenbrillen

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Nach wie vor gibt es keine sichere Kennzeichnung für wirksamen UV-Schutz von Sonnenbrillen. CE- und UV-400-Zeichen werden nicht von unabhängigen Prüfinstituten, sondern vom Hersteller selbst vergeben und sind so nur bedingt verlässlich. Brillen namhafter Hersteller halten mit größerer Wahrscheinlichkeit, was sie beim UV-Schutz versprechen als No-Name-Produkte.

Es gibt zwei verschiedene Verfahren, Gläser mit UV-Schutz auszustatten: Die Schutzschicht wird einfach aufgedampft, kann sich dann aber mit der Zeit abnutzen. Bei der zweiten, teureren Methode ist die Schutzschicht ins Glas integriert.

Eine Sonnenbrille sollte ausreichend groß sein: bis zu den Augenbrauen reichen und seitlich mindestens bis zum Gesichtsrand. Für Skifahrer empfiehlt sich auch ein Seitenschutz. Ultraviolettes Licht kann eine Reihe von Erkrankungen des Auges verursachen, beispielsweise schwarzen Hautkrebs, grauen Star oder Makuladegeneration (zerstört die Stelle schärfsten Sehens auf der Netzhaut). Gefährlich sind Sonnenbrillen ohne ausreichenden UV-Schutz: Durch die Tönung der Gläser weiten sich die Pupillen und es kann noch mehr schädliches UV-Licht auf die Netzhaut fallen. Besonders vorsichtig sollte man bei Kindern sein: Ihre Linse ist noch durchlässiger für UV-Strahlen als die von Erwachsenen. Am Meer, in den Bergen oder zum Skifahren ist ein UV-Schutz der Augen unerlässlich. Bei hellem Licht greifen die meisten Menschen automatisch zur Sonnenbrille, aber auch bei bewölktem Himmel können noch 50 Prozent der schädlichen Strahlung durchdringen.

Umstritten ist noch, ob auch der dem UV-Bereich benachbarte blaue Anteil des sichtbaren Lichtes auf Dauer Schäden an der Netzhaut verursachen kann. Professor Stefan Clemens von der Universitäts-Augenklinik in Greifswald hält Vorsicht für angebracht. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte bräunlich gefärbte Gläser nehmen. Die absorbieren das blaue Licht gut.

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