Künst­liches Bräunen im Solarium kann abhängig machen. Betroffene entwickeln ein krankhaftes Verlangen nach ständiger Bräune. Experten nennen diese Sucht Tanorexie – aus dem eng­lischen Verb „to tan“ (bräunen) und „Anorexie“ (Magersucht). Die Betroffenen, oft junge Frauen, empfinden sich als zu blass – so wie sich Magersüchtige zu dick fühlen. Gehen Menschen mit Tanorexie nicht ins Solarium, treten bei manchen Entzugs­erscheinungen wie Unruhe oder Gereiztheit auf. Forscher vermuten, dass das an fehlenden Endor­phinen liegt, die das UV-Licht freisetzt. Gesundheitliche Folgen wie vorzeitige Hautalterung und Pigment­störungen blenden die Süchtigen aus. Außerdem bestätigt eine aktuelle Studie der University of Minnesota: Besucher von Sonnen­studios erhöhen ihr Haut­krebs­risiko – selbst wenn sie niemals einen Sonnenbrand erleiden.

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