Sonder­ausgaben Meldung

Spenden für Nothilfe im Ausland können Steuerzahler absetzen.

Spenden können in der Steuererklärung angegeben werden und die Steuerlast mindern. Sie müssen aber freiwil­lig erfolgen. Was genau „freiwil­lig“ bedeutet, hat der Bundes­finanzhof jetzt in einem besonderen Fall entschieden.

Ein Geschenk mit Auflage

Eine Spende muss freiwil­lig, unentgeltlich und wirt­schaftlich belastend sein, damit ein Steuerzahler sie als Sonder­ausgabe geltend machen kann. Trifft das zu, wenn ein Ehepartner das Geld für die Spende vom anderen als Geschenk mit der Auflage bekommen hat, einen Teil bestimmten Vereinen zu spenden? Grund­sätzlich ja, entschied der Bundes­finanzhof (BFH, Az. X R 6/17). Voraus­setzung: Das Paar wird zusammen veranlagt und hat freiwil­lig einen Schenkungs­vertrag mit der Auflage zu spenden vereinbart.

Es bleiben noch Fragen offen

Im Fall hatte ein Ehemann seiner Frau 400 000 Euro geschenkt. Einen Teil davon, insgesamt 130 000 Euro, sollte sie an zwei Vereine spenden. Kurz darauf starb der Mann. Die Frau spendete, die Vereine bestätigten ihre Spende. Weil die Spende im Rahmen einer Auflage und nicht freiwil­lig erfolgt sei, erkannten das Finanz­amt und Finanzge­richt Düssel­dorf sie nicht an. Nun geht der Fall zurück ans Finanzge­richt: Es muss klären, ob über­haupt ein Schenkungs­vertrag vorliegt. Die Frau hatte sich bisher auf mündliche Absprachen berufen.

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