Was bremst bei uns die Konjunktur? Der Mangel an Gesetzen. Deutschlands Arbeitnehmer könnten täglich fünf Minuten länger arbeiten, wenn sie nicht ständig über dieselben ungeklärten Fragen streiten müssten wie: Schlägt man das Frühstücksei an der spitzen oder an der stumpfen Seite auf? Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Besserung ist in Sicht. Endlich klärt die Bundesregierung wesentliche Fragen des Lebens. Wird die Uhr zum Ende der Sommerzeit nun vor- oder zurückgestellt? Schluss mit dem Grübeln, die Antwort steht im Bundesgesetzblatt.

Nach mehreren zeitlich begrenzten Regelungen klärt nun die "Verordnung über die Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit ab dem Jahr 2002" bis auf weiteres endgültig: "Im Zeitpunkt des Endes der Sommerzeit wird die Stundenzählung um eine Stunde von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt." Das ist deutlich.

Doch der Bund war noch ehrgeiziger und löste an gleicher Stelle noch ein zweites Problem. Denn was passiert mit der Stunde von zwei bis drei Uhr? Die gibt es ja nun zweimal! Die Lösung: "Die erste Stunde (von zwei Uhr bis drei Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) wird mit 2A und die zweite Stunde (von zwei Uhr bis drei Uhr mitteleuropäischer Zeit) mit 2B bezeichnet." Auch geklärt. Aber wie schlägt man nun die Eier richtig auf?

Dieser Artikel ist hilfreich. 212 Nutzer finden das hilfreich.