Sommersmog Meldung

Das Gebiet mit hoher Ozonkonzentration hat sich stark ausgebreitet. Maximalwert am 12. August: 334 µg/m³ in Hürth.

Die Sonne knallt und die Menschen leiden. Nicht nur die Hitze macht vielen zu schaffen, auch die steigenden Ozonwerte. Tränende Augen, Husten und Kopfschmerzen sind die Folgen. 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung reagieren besonders empfindlich. Deshalb veröffentlicht das Umweltbundesamt (UBA) stündlich aktualisierte Ozonwerte und bundesweite Ozonprognosen im Internet. Als kritisch für empfindliche Personen gelten bereits Werte ab 180 Mikrogramm (µg) Ozon pro Kubikmeter (m³). Ein bundesdeutsches Warnsystem wird allerdings erst bei Werten ab 360 µg/m³ ausgelöst. test.de beantwortet die wichtigsten Fragen und gibt Tipps.

Was ist Sommersmog?

Sommersmog besteht aus einer Mischung von Schadstoffen, von denen Ozon der wichtigste ist. Ozon bildet sich, wenn Sauerstoff und Luftverunreinigungen im Sonnenlicht reagieren. Die Luftverunreinigungen sind zum großen Teil vom Menschen verursacht: Sie stammen hauptsächlich aus dem Straßenverkehr, Feuerungsanlagen (wie Kraftwerken) und Lösungsmitteln.

Wann ist Ozon gefährlich?

Nicht jeder Mensch reagiert gleich stark auf Ozon. Generell gilt: Eine gesundheitliche Beeinträchtigung wird umso wahrscheinlicher,

  • je höher die Ozon-Konzentration in der Luft ist,
  • je länger eine Person dem Ozon ausgesetzt ist,
  • je mehr Luft ein- und ausgeatmet wird.

Hohe Konzentrationen gibt es nur bei längeren Schönerwetterperioden. Grund: Ozon ist in der unteren Atmosphäre kurzlebig. Nach Sonnenuntergang nimmt die Ozon-Konzentration schnell wieder ab.

Welche Konzentration ist gefährlich?

Empfindliche Personen sollten laut Umweltbundesamt ab einer Ozon-Konzentration von 180 µg/m³ starke Anstrengungen im Freien vermeiden. Der Schwellenwert, bei dem in Deutschland ein Warnsystem ausgelöst wird, liegt zur Zeit bei 360 µg/m³. Er wird im September auf 240 µg/m³ gesenkt und entspricht dann der EU-Ozonrichtlinie vom Februar 2002.

Wie oft gibt es hohe Ozon-Werte?

In den letzten Jahren gab es seltener hohe Ozonwerte als Anfang der 90ger. So lag die Konzentration im Jahr 2000 an 24 Tagen (1992: 82 Tage) über 180 µg/m³ und an 4 Tagen (1990: 25 Tage) über 240 µg/m³. Grund für die rückläufige Tendenz: Es gibt weniger Luftverschmutzung. Zwischen 1990 und 2000 sind Stickstoffoxide um 41 Prozent und flüchtige Kohlenwasserstoffe um 50 Prozent zurückgegangen.

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