Sommerschlussverkauf Meldung

Diesmal könnte sich der Sommerschlussverkauf besonders lohnen. Der Einzelhandel klagt über maue Umsätze. Schlechtes Wetter, „Teuro“, unsichere Konjunkturlage. Die Lager sind übervoll, sodass die Preise wohl deutlicher sinken als sonst. Zumal nach dem Fall des Rabattgesetzes auch andere Dämme brechen: Sogar Dumpingpreise sind erlaubt, urteilte das Landgericht Coburg (Az. 1 HK O 98/01). Dasselbe gilt für Frühaufsteher-Rabatte: Kaufhof durfte am ersten Tag des letzten Schlussverkaufs von 8 bis 10 Uhr einen Extra-Rabatt von 10 Prozent geben (OLG Köln, Az. 6 U 81/02).

Wichtig: Auch schon vorher reduzierte Preise müssen im Schlussverkauf noch einmal sinken (Kammergericht Berlin, Az. 5 U 7066/90). Es reicht auch nicht, die Reduzierung nur in Prozenten zu nennen, sodass der Kunde den exakten Preis selbst ausrechnen muss (BGH, Az. I ZR 4/97). Verbraucherzentralen können Rechtsverstöße juristisch verfolgen.

Tipps: Auch im Schlussverkauf gelten zwei Jahre Gewährleistung – auch wenn drüber steht: „Umtausch ausgeschlossen.“ Das geht aber nur mit Kassenbon. Bei Mängeln können Sie fehlerfreie Ware verlangen. Klappt das nicht, gibts Geld zurück, es sei denn die Fehler wurden von vornherein angezeigt. Dann gilt der Ausschluss aber nur für diese Fehler. Beispiel: Wurde eine Hose wegen eines Fleckens heruntergesetzt und später klemmt der Reißverschluss, kann man sein Geld zurückverlangen.

Ware ohne Fehler darf der Händler zurücknehmen, er muss das aber nicht.

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