Sommerhitze am Arbeitsplatz Meldung

Sommerliche Hitze kann einen Arbeitstag zur Qual machen. Hitzefrei gibt es für Arbeitnehmer zwar nicht. Allerdings muss der Chef für Abkühlung sorgen, wenn es am Arbeitsplatz zu warm wird. test.de klärt auf.

Schwitzen

Steigt die Temperatur am Arbeitsplatz trotz Jalousien über 26 Grad Celsius, soll der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Möglichkeiten bieten, sich zu erfrischen. Ab 30 Grad Celsius ist er verpflichtet, für Abkühlung zu sorgen. Das hat das Bundesarbeitsministerium in der Arbeitsstättenregel ASR 3.5 festgelegt.

Vorbeugen

„An einem zu heißen Arbeitsplatz sinkt die Aufmerksamkeit, mehr Fehler werden gemacht. Durch Hitze kann es auch zu Kreislaufzusammenbrüchen kommen und das Unfallrisiko steigt“, erläutert Jörg Feldmann, der Pressereferent der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, den Hintergrund der Regel.

Erfrischen

Der Arbeitgeber kann frei entscheiden, wie er für Abkühlung sorgt. Er kann Getränke anbieten, über Nacht lüften oder auch nur die Kleidungsvorschrift lockern. Manche Chefs bieten ihren Mitarbeitern an, die Arbeitszeit in die frühen Morgenstunden zu verschieben, wenn es noch nicht so warm ist. Viele kleine oder auch eine längere Pause zur Mittagszeit sind ebenso denkbar. Einen Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder auf hitzefrei haben die Angestellten nicht.

Ansprechen

Nicht immer weiß der Arbeitgeber, dass es in einigen Büros zu heiß ist. „Gehen Sie daher zu Ihrem Chef und sprechen Sie die Hitze am Arbeitsplatz an. Es ist auch in seinem Interesse, dass Sie vernünftig arbeiten können“, sagt Feldmann.

Tipp

Sie können sich auch selbst das Arbeiten bei Hitze erleichtern. Trinken Sie viel, aber vermeiden Sie möglichst sehr kalte und koffeinhaltige Getränke. Essen Sie leichte Speisen sowie Obst und Gemüse. Dann kommt Ihr Körper besser mit dem Wetter zurecht. Spülen Sie kaltes Wasser über die Handgelenke. Das kühlt direkt das Blut.

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