Sommerhitze Meldung

Sonne satt und hohe Temperaturen gibt es derzeit fast überall in Deutschland. Erst zum Wochenende soll es etwas kühler werden. test.de gibt Tipps, damit Sie die warmen Tage gut überstehen und nicht schlapp machen.

Wenig kalte Getränke

Viel trinken ist an heißen Tagen besonders wichtig. Erwachsene sollten zusätzlich zu den normalerweise empfohlenen 1,5 bis 2 Litern noch zwei bis drei Gläser alkoholfreie Getränke extra trinken. Besonders gut sind Mineralwässer und verdünnte Fruchtsäfte. Auf eiskalte Getränke - bei heißem Wetter zwar besonders verlockend - sollte dagegen verzichtet werden. Sie löschen nur vorübergehend den Durst und führen zudem zu vermehrtem Schwitzen. Auch können sie Magenbeschwerden verursachen, wenn sie zu hastig getrunken werden.
Tipp: Wenn Sie Trinkwassersprudler benutzen, sollten Sie die Flaschen der Geräte mindestens ein- bis zweimal pro Woche mit Flaschenbürste und Spülmittel reinigen. Vergessen Sie dabei das Gewinde und den Deckel nicht. Falls Sie Geschmackskonzentrate verwenden, müssen Sie die Flaschen sogar nach jeder Benutzung säubern, denn der enthaltene Zucker gibt Keimen Nahrung. Auch die Geräte müssen entsprechend der Gebrauchsanweisung regelmäßig gereinigt werden. Wenn Sie Flaschen und Geräte nicht regelmäßig sauber machen, riskieren Sie dort eine erhöhte Anzahl krankheitserregender Bakterien.

Warmes gegen Hitze

Für viele überraschend, aber in südlichen Ländern schon immer ein Trick: warme Getränke wie Kräuter- oder Früchtetee gegen die Hitze. Allerdings gilt es, in kleinen Schlucken zu trinken. Das einsetzende leichte Schwitzen führt dazu, dass der Körper etwas abkühlt. Kaffee oder schwarzer Tee sollten dagegen nur in Maßen getrunken werden. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie Kirschen, Melone, Gurke oder Paprika sind gut gegen Hitze. Positiver Nebeneffekt: Neben Flüssigkeit enthalten sie auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe.

Vorsicht Sonne

Bei aller Freude über die warmen Sonnenstrahlen: Wer sich lange in der Sonne aufhält, darf ein Lichtschutzmittel nicht vergessen. Die Haut wird es auf lange Sicht danken. Denn mehr als zehn bis 15 Minuten pralle Sonne verträgt sie ohne Schutz kaum. Gerade für Kinder gilt: Sie reagieren besonders empfindlich auf Sonnenstrahlen. Ihre Haut muss sich erst langsam an die Sonne gewöhnen.
Tipp: Sie können Sonnencreme und -milch aus der letzten Saison ruhig weiter verwenden. Der Lichtschutzfaktor verändert sich nicht. Riecht die Creme allerdings nicht mehr einwandfrei oder haben sich die Substanzen in fest und flüssig getrennt, sollten Sie die Mittel wegwerfen. Dann ist der Sonnenschutz nicht mehr gewährleistet. Während des Sonnenbadens sollten Sie zudem auf Parfüm und Deodorant verzichten, da es sonst zu Hautverfärbungen kommen kann. Diese verschwinden meist nur langsam.
Im Test: Lichtschutzmittel mit Faktor 15 oder 20 aus test 06/2008.

Keine Zugluft

Sonne satt - bei den warmen Temperaturen denkt kaum jemand an eine Erkältung. Doch gerade in den heißen Monaten hat das Immunsystem viel zu tun. Ausgedehnte Sonnenbäder, Klimaanlagen und langes Schwimmen im kalten Wasser schwächen die körpereigene Abwehr. Viren haben dann leichtes Spiel und schon ist die Sommergrippe da. Damit Sie die Sommerzeit ohne Schnupfen, Husten oder Fieber überstehen, sollten Sie darauf achten, große Temperaturunterschiede zu vermeiden und verschwitze Kleidung schnell zu wechseln. Auch Zugluft tut dem Immunsystem nicht gut. Klimaanlagen verschaffen zwar schnell angenehme Kühle, sind aber Gift für die Schleimhäute. Trinken Sie daher viel, wenn Sie sich häufig in klimatisierten Räumen aufhalten und denken Sie an eine Jacke zum überziehen, falls es zu kalt wird. Ebenfalls hilfreich: eine vitaminreiche und leichte Kost - das stärkt die Abwehr.

Tipps fürs Büro

Während manche die heißen Tage am Badesee, im Garten oder an der Ostsee genießen, müssen andere bei der Hitze im Büro oder auf der Baustelle schuften. Mit einigen wenigen Mitteln lässt sich die Sommerhitze aber auch am Arbeitsplatz leichter ertragen:

  • Raum durchlüften. Wer im Büro arbeitet, sollte möglichst in den Morgenstunden gut durchlüften und so die noch kühlere Luft einlassen. Danach sollten Sie vor allem auf Sonnenseiten die Fenster mit Rollos oder Jalousien abdunkeln. Sie schützen vor übermäßiger Sonneneinstrahlung und helfen, dass sich Räume nicht zu stark aufheizen.
  • Klimaanlagen. Vorhandene Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen. Die Differenz zwischen den Temperaturen draußen und innerhalb der Räume sollte nicht mehr als sechs Grad betragen. Sonst kann sich der Körper nicht so gut umstellen, Hitzeschocks und Kreislaufprobleme sind möglich.
  • Tischventilatoren. Sie kühlen den Körper. Doch Vorsicht: Nicht jeder verträgt die Zugluft. Andere Kollegen könnten sich gestört fühlen.
  • Arbeitszeit anpassen. Wenn es der Chef und Ihre Arbeit erlaubt, können Sie sich Ihre Arbeitszeit anders einteilen - also entweder früher anfangen und eher Feierabend machen oder während der Mittagshitze eine größer Pause einlegen.
  • Körperliche Arbeit. Oft leichter gesagt als getan, doch trotzdem sollten Sie versuchen, körperlich anstrengende Arbeiten in den heißen Mittagsstunden zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. Legen Sie öfter eine kurze Pause ein.
  • Kleidung anpassen. Ihre Standkleidung hat auf der Arbeit nichts zu suchen. Doch luftige, leichte Sommersachen sind meist kein Problem. Fragen Sie Ihren Chef, wenn bei Ihnen bestimmte Kleidervorschriften gelten: Viele erlauben es, während der heißen Tage auf Krawatten und Co. zu verzichten.
  • Essen und trinken. Trinken Sie ausreichend, wie oben beschrieben. Essen Sie möglichst nur leichte Kost und verzichten Sie auf schwerverdauliche und fettere Speisen. Geeignet sind vor allem Obst- und Gemüsegerichte.
  • Kühlende Güsse. Falls Sie die Möglichkeit haben: Lassen Sie mehrmals am Tag kühles Wasser über ihre Handgelenke und Unterarme laufen. Auch Pumpsprays mit Leitungs- oder Thermalwasser auf das Gesicht gesprüht, verschaffen Kühlung. Legen Sie diese vorher in den Kühlschrank.

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