Zutatenliste: Erst mal lesen

Beim Kauf von Getränken bezahlt der Verbraucher auch viele Zusätze. Die Zutatenliste klärt auf. Man sollte sie also lesen, um zu erfahren, was man kauft und trinkt.

Süßstoffe haben eine größere Süßkraft als Zucker. Cyclamat ist 30-mal, Aspartam 200-mal süßer als Haushaltszucker. Anders als viele Süßstoffe schmeckt Cyclamat nicht metallisch und ist hitzebeständig. Süßstoffe haben keine Kalorien, sind für Diabetiker geeignet und schädigen im Unterschied zu Zucker nicht die Zähne. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält sie für unbedenklich. Notwendig sind Süßstoffe im täglichen Essen aber nicht. Möglicherweise verstärken sie das Hungergefühl und gewöhnen vor allem Kinder an einen starken süßen Geschmack.

Aromen sollen den Getränken Geschmack verleihen. Ob synthetisch oder natürlich – sie werden im Labor hergestellt. Während synthetische Aromen wie Ethylvanillin reine Entwicklungen der Lebensmittelchemie sind und keinen natürlichen Ausgangsstoff haben, müssen natur­identische Aromen in der Natur vorkommenden ähnlich sein und aus einer natürlichen Quelle wie Bakterien oder Hefen gewonnen werden. Erdbeeraroma zum Beispiel wird aus Schimmelpilz gemacht, der auf Holzfasern wächst.

Farbstoffe peppen ein Getränk auf. Sie sind Zusatzstoffe und müssen in der Zutatenliste namentlich oder mit einem „E“ gekennzeichnet werden. Farbstoffe können natürlich sein oder synthetisiert. Letztere sind aber nicht unbedenklich, vor allem die Gruppe der Azofarbstoffe, zu denen zum Beispiel das „Brilliantblau FCF“ (E 133) gehört. Es steckt etwa in dem Sportlergetränk Powerade und gibt ihm einen intensiven Blauton. Azofarbstoffe stehen im Verdacht, allergieähnliche Reaktionen auszulösen oder die Aufmerksamkeit von Kindern zu beeinflussen.

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