„Viele Grüße vom Bodensee! Wir machen dort Urlaub und sind erst in zwei Wochen wieder zu Hause.“ Wer solche Nach­richten in soziale Netz­werke wie Facebook Myspace stellt oder per Twitter verschickt, macht es Einbrechern leicht.

Urlaub nicht im Internet ankündigen

Ob ein Urlaub unter Palmen, ein Kurz­trip an die Ostsee oder ein Familien­treffen – Sommer­zeit ist Reise­zeit. Auf keinen Fall sollten Urlauber ihre Abwesenheit auf ihrer Facebook-Seite oder über Twitter ankündigen. Denn auch Einbrecher können sich auf diese Weise leicht über leer stehende Häuser und Wohnungen informieren. Selbst wenn die Adresse in Ihrem persönlichen Profil nicht genannt wird, ist sie übers Internet oft trotzdem leicht zu finden.

Soziale Netz­werke sicher machen

Teilen Sie deshalb Ihre Urlaubs­pläne und -erleb­nisse nicht mit jedem. Am besten ist es, den aktuellen Aufenthalts­ort gar nicht in sozialen Netz­werken zu veröffent­lichen und auch keine Urlaubs­fotos von unterwegs aus hoch­zuladen. Kontrollieren Sie außerdem Ihre Sicher­heits­einstel­lungen von sozialen Netz­werken, um den Kreis der Personen zu begrenzen, die Einblick in Ihre Privatsphäre haben dürfen. Wie das für Facebook geht, lesen Sie im Gewusst wie: Facebook sicher machen. Beant­worten Sie während Ihrer Abwesenheit außerdem keine Freund­schafts­anfragen – dahinter könnte jemand mit kriminellen Absichten stecken. Denken Sie als Eltern nicht nur an Ihre eigenen Netz-Profile, sondern auch an die Ihrer Kinder. Jugend­liche gehen bisweilen sehr unbe­darft mit persönlichen Daten um, ohne sich über mögliche Konsequenzen im Klaren zu sein.

Versicherung zahlt trotzdem

Haus­besitzer und Mieter mit einer Hausrat­versicherung ( Test Hausratversicherung) bekommen nach einem Einbruch immerhin Ersatz für gestohlene Gegen­stände, aufgebrochene Fenster oder Türen und für Vandalismusschäden. Die Versicherung zahlt auch dann, wenn jemand Diebe durch eine Mitteilung im Internet angelockt hat, erklärt der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft. Eine Abwesen­heits­notiz im Internet oder auf dem Anruf­beant­worter als Hinweis an potenzielle Diebe sei nicht gleich­zusetzen mit gekippten Fens­tern oder einem Haus­schlüssel unter der Fußmatte. Trotzdem empfehlen die Versicherer, Hinweise auf eine Abwesenheit zu vermeiden – nicht nur online.

Haus und Wohnung sollten bewohnt wirken

Vor einer Reise empfehlen Experten, mit einigen Tricks Anwesenheit vorzutäuschen. So sollte der Brief­kasten regel­mäßig von Freunden oder Nach­barn geleert und die Roll­läden tags geöffnet und nachts geschlossen werden. Mit Hilfe einer Zeit­schalt­uhr können Sie außerdem dafür sorgen, dass ab und zu Licht in Ihren Räumen brennt.

Tipps für mehr Sicherheit

Weitere Tipps, wie Eigentümer oder Mieter Haus und Wohnung in der Urlaubs­zeit vor Einbruch schützen können, bietet die Seite www.nicht-bei-mir.de, ein gemein­sames Projekt des Gesamt­verbandes der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft mit der Kriminal­polizei und diversen Verbänden. Auch die Tests der Stiftung Warentest bringen Infos rund ums sichere Haus:

Test Fenstersicherungen: Stabilitätspakt (test 03/2005)
Test Türsicherungen: So schützen Sie Ihr Zuhause (test 07/2009)
Special: Fenster und Türen richtig sichern (Finanztest 01/2011)

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